Das fehlende Puzzlestück?

von Redaktion

Neulöwe Ott scharrt mit den Hufen

Hoffnung für die Offensive: Raphael Ott. © Gamel/Imago

München – Ob Raphael Ott den Trubel rund um den TSV 1860 München vermisst hat, ist nicht überliefert. Am Mittwoch erhielt der Rückkehrer auf alle Fälle die volle Dosis: morgens die Vorstellung des 20-Jährigen, anschließend das erste Training auf dem Platz, mitsamt für ihn ungewohnten Fußballabteilungs-Wappen auf der Brust. Anschließend gab es bei Trachten Angermaier das neue Wiesn-Outfit für die Spieler, dieses Mal mit dem bekannten Löwenlogo. Und es dauerte nicht lange, ehe Ott von Pressesprecher Rainer Kmeth vor die Mikrofone und Kameras geführt wurde. Der ganz normale Wahnsinn beim alles andere als normalen Regionalligisten.

Doch auch der Rummel rund um die Löwen kann die harte Realität nicht vernebeln: 1860 spielt nur noch viertklassig. Wieso also die Rückkehr nach einem Jahr bei Viktoria Köln? „Das ist meine Heimat. Ich bin hier in der Nähe geboren und habe meine Familie hier.“ Auch die Art und Weise, wie die Sechzger in den vergangenen Wochen für Furore sorgten, überzeugte den Offensivspieler: „Der Club hat eine unglaubliche Power, es herrscht ein großer Zusammenhalt hier.“

Ott könnte für 1860-Coach Alper Kayabunar das fehlende Puzzlestück in der Offensive werden. Denn das Löwen-Eigengewächs – durchlief zwischen 2016 und 2025 die Nachwuchsteams der Sechzger – ist variabel einsetzbar. In der vergangenen Saison lief Ott auf beiden Flügeln, der Zehnerposition sowie im Angriff auf. Auf eine Position festlegen will sich der Rückkehrer deshalb nicht, betont aber: „Ich will meine Torgefahr ins Spiel einbringen und dem Team mit Scorerpunkten weiterhelfen.“ Sätze, die Kayabunar gerne hören wird. Sein Debüt könnte Ott bereits am Sonntag geben, im Heimspiel (15 Uhr) gegen Regionalliga-Aufsteiger Landsberg.MBU

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