Der Machtkampf eskaliert

von Redaktion

Uefa-Boss Ceferin (li.) und Infantino. © Michael/dpa

Monaco – Inmitten des Machtkampfes mit Gianni Infantino erhöht die Europäische Fußball-Union (Uefa) den Druck massiv und bereitet im Zusammenhang mit dem inzwischen verworfenen Investorenplan eine Strafanzeige gegen den Fifa-Chef vor. Dies geht aus einem 60-seitigen Dokument hervor, über das britische Medien am Donnerstag zuerst berichteten.

Darin heißt es: Die Uefa und andere interessierte Parteien bereiteten derzeit „die Einleitung eines Strafverfahrens in der Schweiz gegen Infantino und möglicherweise weitere Fifa-Funktionäre und -Berater wegen krimineller Misswirtschaft gemäß Artikel 158 des Schweizer Strafgesetzbuches“ vor.

In dem Schreiben an US-Gerichte beantragt die Uefa die Herausgabe von relevanten Unterlagen unter anderem durch den Weltverband sowie die Investmentgesellschaft Thrive Capital, die als Hauptinvestor eine wichtige Rolle in Infantinos Plan gespielt hatte. Diese sollen später in einem möglichen Strafverfahren als Beweismittel in der Schweiz verwendet werden. Die Boykott-Drohung der Uefa ist dagegen wohl vom Tisch. Hintergrund ist die angebliche Zusage der Fifa, wonach etwas Vergleichbares wie der Investorenplan von Infantino nie mehr auf den Tisch kommen werde.

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