Schlüsselspieler: Pavlovic im Duell mit Stiller. © Weber/IMAGO
München – Es geht schon wieder los. Am Freitag (20.30 Uhr, Sat1 und Sky) empfängt der FC Bayern den VfB Stuttgart zum Bundesliga-Auftakt in der Allianz Arena. Der amtierende Doublesieger hat die letzten sechs Duelle gegen die Schwaben gewonnen. Wie die beeindruckende Sieges-Serie fortgesetzt werden kann, erklärt Experte Sebastian Friedl vom Internationalen Fußball Institut (IFI).
„Der Ansatz unter Trainer Vincent Kompany dürfte auch in dieser Spielzeit wieder lauten: hohes, intensives Pressing mit starker Mannorientierung, um das Spiel in der gegnerischen Hälfte zu halten, kombiniert mit druckvollem Kombinationsspiel im Ballbesitz, das die individuellen Qualitäten der Offensivspieler zur Geltung bringen soll“, sagt der Fachmann.
Aus Friedls Sicht könnte ein Spielzug zum Torerfolg so aussehen: Die Bayern erobern den Ball auf der linken Seite und können gegen aufgerückte Stuttgarter mit einem Steckpass in die Spitze spielen. Aleksandar Pavlovic könnte mit einem genialen Zuspiel die Offensiv-Reihe um Superstürmer Harry Kane auf die Reise schicken.
Aber auch die Stuttgarter Angreifer um Deniz Undav sind nicht zu unterschätzen. Als Tabellenvierter der vergangenen Bundesligasaison stellte der VfB mit 71 Treffern die zweitbeste Offensive. Im Sommer bekam die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß einen Knipser hinzu. „Neuzugang Dzenan Pejcnovic ist ein Stürmer, der mit beeindruckenden Laufwerten im Pressing sehr gut agiert und auch im Abschluss gefährlich ist“, betont Friedl. Die drei Treffer des Ex-Wolfsburgers in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen Drittligist Hansa Rostock unterstreichen die Aussagen des Taktik-Experten.
Trainer Sebastian Hoeneß sorgt mit seiner Spielidee dafür, dass die Stuttgarter Mannschaft eine klare Struktur hat. „In Ballbesitz verfolgen sie konsequent den Ansatz, über Positionsspiel zu Raumöffnungen und damit zum mutigen vertikalen Spiel zu kommen“, sagt Friedl. „In der Defensive agieren sie mit hohem Druck gegen den Ball und wollen intensiv pressen. Inwiefern dies in der Umsetzung gegen den Klassenprimus FC Bayern gelingt, werden wir sehen. Für die Münchner wird es definitiv gegen gut eingestellte und strukturierte Stuttgarter eine Herausforderung werden.“
Interessant: Seit Einführung des Eröffnungsspiels vor 25 Jahren hat der amtierende Meister noch nie ein Eröffnungsspiel verloren. Und auch dieses Mal glaubt Friedl an einen Sieg der Bayern: „Sie sind der Favorit auf den Gewinn der Meisterschaft.“P. KESSLER, H. RAIF