Der letzte Schritt zum Triumph

von Redaktion

Brisantes Finale: Ravens duellieren sich mit Nordic Storm und treffen auf ihren Ex-Coach

München/Innsbruck – „In München ist sportlicher Erfolg sehr gerne gesehen. Dementsprechend haben wir auch hohe Ziele.“ Über drei Jahre ist diese Aussage von Sebastian Stolz alt. Der Manager ist mittlerweile Geschichte bei den Munich Ravens, seine Worte entsprechen aber weiterhin der Wahrheit. Seit der Gründung Ende 2022 war der Titelgewinn das erklärte Ziel der Football-Franchise, am Samstagabend könnte es nun so weit sein.

Im Tivoli-Stadion von Innsbruck duellieren sich die Münchner um 18 Uhr mit Nordic Storm aus Kopenhagen. Dass der erste Titel in der neugegründeten European Football Alliance (EFA) nur über diese beiden Teams führen kann, war früh in der Saison klar. „Ich denke, es ist das perfekte Finale. Beide Mannschaften spielen sehr dominant und treten mit dem besten Personal an. Diese Partie wird wahrscheinlich sogar noch besser als die bisherigen Duelle, weil die Ravens und Nordic ausgeruht und noch besser vorbereitet ins Spiel gehen können“, analysiert der ehemalige Quarterback Jan Weinreich im Podcast „Around the EFA“.

In der regulären Saison konnten beide Teams jeweils ihr Heimspiel gewinnen, wobei dies unter unterschiedlichen Vorzeichen geschah. Das Duell in Unterhaching Ende Juni war ein wahres Spitzenspiel, das die Ravens trotz langem Rückstand dramatisch mit 37:34 für sich entscheiden konnten. „Es war sehr schwer, aber wir haben geliefert, als es drauf ankam“, sagte Cheftrainer Kendral Ellison nach der Partie. Anders beim Rückspiel in der dänischen Hauptstadt Anfang August. Die Ravens hatten sich bereits für das Halbfinale qualifiziert. Durch das Big4-Format der EFA war es bedeutungslos, auf Rang eins oder zwei abzuschließen, weshalb Ellison sich dafür entschied, sämtliche Stammkräfte zu schonen. Das Resultat: eine krachende 7:55-Pleite. „Es war eine harte Entscheidung, wir vergessen das Ergebnis und konzentrieren uns auf das nächste Spiel“, so Ellison.

Alles offen also vor Teil drei dieses intensiven Duells, das durch eine weitere Personalie an Brisanz gewinnt. Auf der Trainerbank von Nordic Storm sitzt mit John Shoop der Mann, der die Ravens in ihrer Premierensaison 2023 betreute und direkt nach Saisonende gefeuert wurde. Als Grund wurden „unterschiedliche Ansichten über die Vision und Ausrichtung der Munich Ravens“ angeführt.

Seitdem sind viele Snaps gespielt worden und die Ravens fast da, wo sie von Beginn an sein wollten: ganz oben! „In diesem Jahr ist die gesamte Organisation extrem gereift. Es gibt vieles, auf das wir stolz sein können“, so Manager Sean Shelton. Ob die Ravens den letzten Schritt gehen, wird auch Markus Kuhn genau verfolgen. Der Ex-NFL-Profi wurde unlängst zum neuen EFA-Präsidenten ernannt.CLAAS SCHÖNFELD

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