Gerade noch mal gut gegangen

von Redaktion

Atubolu soll Frankfurts Torwartproblem lösen

Frankfurt am Main – Das Worst-Case-Szenario hatte für Noah Atubolu nach einem völlig missglückten Transfersommer zuletzt immer konkretere Formen angenommen. Falsche Versprechungen, geplatzte Träume, die Trennung von seiner Berateragentur: Zu Saisonbeginn drohte ein Platz auf der Tribüne beim SC Freiburg. Stattdessen wird der 24-Jährige nun voraussichtlich zum Bundesligaauftakt am Samstag bei Union Berlin (15.30 Uhr/Sky) im Tor stehen – im Trikot von Eintracht Frankfurt.

Am Freitagvormittag verkündeten die Hessen den Deal, der sich über Tage angebahnt hatte, und der Atubolu wie auch dem Club aus einer vertrackten Situation hilft. Bis zum kommenden Sommer schließt sich Atubolu leihweise der Eintracht an. Darüber hinaus gibt es eine Kaufoption, die sich laut der SGE-Mitteilung „unter bestimmten Voraussetzungen“ in eine Kaufpflicht verwandelt. Laut Sky liegt die damit verbundene Summe bei 13 Millionen Euro. Der Vollzug des Wechsels bedeutet für beide Seiten die Umsetzung ihrer Wunschlösung. Wobei insbesondere Atubolu noch vor einigen Monaten ganz andere Ziele im Auge gehabt haben dürfte. Nach viereinhalb Profijahren beim SC Freiburg entschied er sich im vergangenen Winter frühzeitig, seinen bis 2027 laufenden Vertrag im Breisgau nicht zu verlängern. Sein Traumziel: Premier League.

Hierfür hatte der U21-Vizeeuropameister von 2025 gar seine Berateragentur gewechselt. Doch „Epic Sports“ brachte keinen Transfer für ihn zustande. Freiburg hatte Mio Backhaus längst als neue Nummer eins verpflichtet, Atubolu musste individuell abseits der Mannschaft trainieren. Vor gut einer Woche berichteten Medien dann über Atubolus Trennung von seiner Agentur – die Eintracht hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die Fühler ausgestreckt. Denn nach dem 0:7-Testspieldebakel in Brentford fand beim Club ein Umdenken auf dieser Position statt, dem Brasilianer Kaua Santos wurde das Vertrauen entzogen. SID

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