Olympia: NRW wirbt mit Weltrekord

von Redaktion

Köln will im nationalen Bewerbungs-Rennen mit Zuschauerkapazitäten punkten

Schwimmstadion der Zukunft? Auf Schalke hat man große Pläne. © Thissen/dpa

Gelsenkirchen – Rund vier Wochen vor der Entscheidung über den deutschen Olympia-Bewerber setzt Nordrhein-Westfalen im Rennen um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele auf neue Rekordzahlen. „Mit KölnRheinRuhr wären es die größten Spiele aller Zeiten. 17,6 Millionen Tickets – das sind rund dreieinhalb Millionen Tickets mehr als in den ersten Planungen und so viele wie bei keinen Olympischen und Paralympischen Spielen zuvor“, sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst.

„Das ist Weltrekord. Das schafft kein anderer Bewerber, auch international nicht. Damit liegt KölnRheinRuhr auch weit vor Paris 2024, Los Angeles 2028 oder London 2012“, betonte der CDU-Politiker am Rande eines Termins auf Schalke, wo im Falle eines Zuschlags die Schwimmwettbewerbe vor bis zu 60.000 Fans stattfinden sollen. Für die Sommerspiele in Los Angeles seien demnach aktuell 14 Millionen verfügbare Tickets geplant, bei den Spielen in Paris konnten 12,8 Millionen Tickets angeboten werden.

Grund für die höheren Ticketzahlen in NRW sind Anpassungen am Austragungskonzept. So sollen etwa die Wasserball-Wettbewerbe im Landschaftspark Duisburg-Nord statt in Wuppertal stattfinden. Die Finalkämpfe im Boxen sind im Ruhrstadion in Bochum vor rund 20.000 Zuschauerinnen und Zuschauern vorgesehen. Alle Fußball-Finalspiele sollen im Dortmunder Stadion vor 70.000 Fans stattfinden.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September über den deutschen Bewerber entscheiden. Es geht um die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Neben Rhein-Ruhr sind noch München und Berlin im Rennen. DPA

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