Die SVE steht Kopf: 3:0-Schütze David Mokwa. © Tittel/dpa
Elversberg – Im beschaulichen Elversberg brachen alle Dämme, das kleine Saarland stand Kopf – selbst die Ministerpräsidentin platzte vor Stolz. „Ein Wahnsinn“, schrieb Landesoberhaupt Anke Rehlinger: „Mit Mut, Leidenschaft und starkem Fußball hat die SVE an der Kaiserlinde ein echtes Traumdebüt hingelegt.“ Die 13.000-Seelen-Gemeinde schrieb als kleinster Bundesliga-Standort Geschichte und sorgte bei der Premiere mit dem 3:2 gegen die Startruppe Leverkusen für eine Sensation.
Dies werde „auf jeden Fall“ gefeiert, kündigte Stürmer Luca Schnellbacher an, aber auf spezielle Art und Weise: „Bei uns gibt es nicht so viele, die Alkohol trinken. Da gibt es vielleicht mal eine Fanta oder eine Cola.“ Die hatten sich die aufmüpfigen Hochgeschwindigkeitsfußballer des Aufsteigers redlich verdient. Auf der heimischen Stadion-Baustelle nahm der Dorfverein den Europapokal-Teilnehmer phasenweise auseinander.
„Wenn wir unser Spiel spielen, können wir auf jeden Fall mithalten“, betonte Trainer Vincent Wagner: „Aber wenn wir nicht schlau genug sind und Kleinigkeiten anbieten, reicht das aus, damit der Gegner das ausnutzt.“ So wurde aus der anfänglichen Gala nach den Treffern von Lukas Petkov (8.), Cole Campbell (9.) und David Mokwa (46.) doch noch eine Zitterpartie., als Patrik Schick (77.) und Christian Kofane (90.+1) trafen.SID