Die Entscheidung: Fabian Reese (3. v.l.) bejubelt seinen Treffer zum 5:2-Endstand. © Deck/dpa
Stehen ganz oben und wollen hoch hinaus: Hertha BSC Berlin. © Pförtner/dpa
Nürnbergs Erfolgsstürmer bleibt: Mohamed Ali Zoma traf auch beim 4:1-Erfolg gegen Bielefeld. © Karmann/dpa
Nürnberg – 5:3, 5:2, 4:3, 4:1 – der Zweitliga-Samstag hat Fußball-Fans mit einem offensiven Spektakel nach dem anderen begeistert. Schon der Freitagabend diente als Vorbote, was danach noch kommen sollte. Die Hertha aus Berlin verwandelte einen 0:2-Rückstand in Braunschweig noch in einen souveränen 5:3-Auswärtssieg.
Ebenfalls acht Tore zu bestaunen hatten die Zuschauer beim 5:3-Erfolg von FC Heidenheim gegen Dynamo Dresden. Dem Bundesliga-Absteiger gelang somit nach dem krachenden Pokal-Aus gegen Jeddeloh II (2:5) Wiedergutmachung. Ein wildes Torspektakel lieferten auch Greuther Fürth und Cottbus. Am Ende jubelten die Franken, die sich mit 4:3 durchsetzten.
Die Anfangsphase zwischen dem Karlsruher SC und dem VfL Wolfsburg hatte es in sich. Nach einer halben Stunde stand es bereits 2:2, mit einem späten Treffer in der ersten Halbzeit und zwei weiteren kurz vor Schluss sicherten sich die Wölfe um Doppeltorschütze Fabian Reese den dritten Pflichtspielsieg in Serie. Überlagert wurde der Erfolg jedoch von den Pfiffen der KSC-Fans gegen Reese. Der zeigte sich spürbar getroffen. „Ich nehme diese Pfiffe auch mit nach Hause. Ich kann sie nicht so gut abschütteln, vielleicht bin ich da auch zu sensibel für“, sagte der 28 Jahre alte Angreifer. Die Karlsruher Anhänger pflegen eine Fanfreundschaft mit Reeses Ex-Club Hertha BSC. Und in Berlin nehmen ihm viele den Wechsel in diesem Sommer übel.
Das Max-Morlock-Stadion in Nürnberg glich am späten Samstagabend einer einzigen Partyzone, die Euphorie, die sich seit Saisonbeginn rund um den Club aufgeschaukelt hat, scheint ins schier Unermessliche zu steigen. Kein Wunder: Erstmals seit 27 Jahren ist der 1. FCN mit drei Punktspielsiegen in Serie in eine Saison gestartet.
Durch das 4:1 (3:0) gegen Arminia Bielefeld bleibt der Club etwas überraschend Tabellenführer der 2. Liga, punktgleich mit Hertha BSC. „Wir stehen im Moment zu Recht da, wo wir stehen“, sagte der einigermaßen ergriffene Trainer Miroslav Klose. Zugleich mahnte er: „Die Arbeit hat erst angefangen.“ Und der darf mit einem Erfolgsgaranten weiterarbeiten. Denn Mohamed Ali Zoma bleibt in Nürnberg. Nach 14 Treffern in der vergangenen Saison war er in dieser Spielzeit schon viermal erfolgreich. Die Führung gegen die Arminia erzielte er mit einem Turbo-Solo über den halben Platz.SID, DPA