Wuchtig: Aber Kane blieb ohne Treffer. © Hoppe/dpa
München – Vor drei Wochen meldete die altehrwürdige britische Tageszeitung „The Times“, dass Harry Kane zeitnah einen neuen Vertrag beim FC Bayern unterschreiben werde. Bisher ist allerdings noch keine Einigung zwischen dem Stürmer und dem deutschen Rekordmeister in Sicht, doch beide Parteien sind entspannt. „Es sieht ziemlich gut aus“, sagte Kane auf entsprechende Nachfrage und verriet: „Das erste Meeting war in dieser Woche. Aber solche Angelegenheiten erledigen sich nicht in ein oder zwei Wochen. Es wird viele weitere Gespräche über Details geben.“ Um was es in den Verhandlungen genau geht, wollte er erst nicht so richtig offenlegen: „Über die Details werde ich nicht hier sprechen.“
Ein paar Einzelheiten, die seinen Vertrag betreffen, verriet der 33-Jährige dann doch: „Ich bin 33 Jahre alt – das wird also vielleicht nicht mein letzter Vertrag, aber ein großer Vertrag für mich. Ich muss zusehen, dass ich glücklich bin, und der Club muss sicherstellen, dass er auch happy ist.“ Klingt ganz danach, als ginge es in erster Linie um die Laufzeit: Bayern würde am liebsten vorzeitig für zwei Jahre, also bis 2029 verlängern. Kane würde dem Vernehmen nach gerne bis 2030 bleiben. „Ich würde gerne langfristig verlängern. Wie viele Jahre es werden, werden wir sehen“, erklärte der Angreifer.
Ähnlich cool wie der Spieler sind auch die Verantwortlichen um CEO Jan-Christian Dreesen und Sportvorstand Max Eberl. Tenor des Führungsduos: Gut Ding will Weile haben. „Die Chemie stimmt total, deswegen sind wir in dem Thema total entspannt. Ob es jetzt einen Tag früher oder später passiert, spielt keine Rolle“, findet Dreesen. Eberl erklärte bereits vor dem 5:1 zum Bundesliga-Start gegen Stuttgart: „Die Vertragsgespräche sind unglaublich harmonisch, ein unglaubliches Miteinander. Ein Spieler, der sehr gerne bleiben möchte, ein Verein, der sehr gerne verlängern möchte. Und natürlich geht es jetzt trotzdem um Details, die es zu klären gilt. Wir haben aber eine sehr professionelle und trotzdem angenehme Gesprächskultur.“
Keine Gespräche sind hingegen bei Michael Olise nötig, der seit der WM immer wieder mit einem möglichen Wechsel zu Real Madrid in Verbindung gebracht wird. „ Michael hat noch Vertrag bis 2029. Da gibt es keinen Grund, jetzt in irgendeiner Form überhastet zu sein oder sich zu beeilen.“ Die vermeintlichen Avancen der Königlichen schmunzelte der Vorstandschef weg: „Als Verantwortlicher, der die Insights kennt, ist man manchmal amüsiert, manchmal irritiert, was da so alles geschrieben wird. Wir haben immer gesagt, das ist Nonsens – das war es und das ist es.“ Die Bayern-Bosse können sich also voll auf Kane konzentrieren.M. BONKE, H. RAIF