Saibari, die Fitness-Maschine

von Redaktion

Noch nicht bei 100 Prozent? Bayerns Neuzugang überzeugt mit starken Werten

Ismael Saibari bereitete beim Auftakt gegen Stuttgart gleich zwei Tore vor. © Beier/AFP

Selfie vor der Südkurve: Saibari scheint sich im neuen Wohnzimmer schon wohlzufühlen. © Ulmer/Imago

München – Am vergangenen Freitag gab Ismael Saibari sein Bundesliga-Debüt für den FC Bayern. Bei seinem 29-Minuten-Einsatz gegen den VfB Stuttgart (5:1) bereitete der Neuzugang gleich zwei Tore vor. Gesprächsthema danach war aber nicht nur seine starke Leistung.

„Wirkte Saibari extrem langsam oder bilde ich mir das ein?“, fragte ein Fan auf der Plattform X. „Saibari muss aufhören, bei jedem Spiel diese riesigen 4XL-Klamotten zu tragen. Sie lassen ihn wirklich groß und klobig aussehen“, meinte ein anderer User.

Nach dem Auftaktsieg äußerte sich auch Sportvorstand Max Eberl zu Saibaris Zustand. Vor allem über seine Vorarbeit zum 4:1 wurde diskutiert. „Man hat beim Sprint gemerkt, dass er körperlich noch nicht so weit ist“, sagte Eberl. „Aber wenn du dann in diesem Zustand diesen Haken machst, die Übersicht behältst – das ist schon besonders.“

Fakt ist: Saibari zog sich bei der Weltmeisterschaft im Sommer einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Zum Vorbereitungsstart beim FC Bayern stand er daher erst mal im Reha- statt im Mannschaftstraining. Er braucht noch etwas Zeit, um wieder bei 100 Prozent zu sein.

Zur Wahrheit gehört auch: Intern heißt es, der Neuzugang hat extrem gute Fitnesswerte. Physisch sei er eine Maschine. Das beweisen auch die Daten während der WM im Sommer.

Im Schnitt lief Saibari pro Spiel 964 Meter im Bereich zwischen 20 und 25 km/h, zusätzlich 465 Meter mit mehr als 25 km/h. Zum Vergleich: Saibaris FCB-Kollege Michael Olise lief pro WM-Spiel mit der französischen Nationalmannschaft im Schnitt 1049 Meter im Bereich zwischen 20 und 25 km/h. Darüber: 421 Meter. Die Werte beider Spieler sind absolute Weltklasse. Vor allem die Kombination aus beiden Werten zeigt Saibaris außergewöhnliche Hochgeschwindigkeitskapazität und seine vielen explosiven Läufe.

Für eine Ablöse von rund 50 Millionen Euro wechselte der 25-Jährige im Sommer von PSV Eindhoven zum FC Bayern. Beim niederländischen Traditionsverein hatte Saibari eine Rolle, die stark an jene von Superstürmer Harry Kane beim deutschen Rekordmeister erinnert. Er wechselte im Spiel stets zwischen Zehner- und Neuner-Position. Neben seiner Wucht will Saibari künftig nicht nur mit Vorlagen, sondern auch mit Toren beim FCB glänzen.P. KESSLER, M. BONKE

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