Weltmeister-Party

von Redaktion

Ruder-Dominator Zeidler im „MoMa“

Genoss das Weißbier: Oliver Zeidler. © Instagram

Köln – Im Kreise seiner Familie machte Oliver Zeidler in Amsterdam die Nacht zum Tag. „Wir hatten auf jeden Fall eine gute Party“, verriet der 30-Jährige am Montagmorgen völlig verschlafen und mit angeschlagener Stimme im ZDF-Morgenmagazin. Der Einer-Dominator ist durch seinen vierten WM-Triumph nach 2019, 2022 und 2023 erstmals gleichzeitig Olympiasieger, Weltmeister und Europameister – und vor allem noch lange nicht satt.

„Das bedeutet mir ganz, ganz viel. Ich hab es noch nie geschafft, alle großen Titel zusammenzuhalten“, sagte Zeidler nach dem krönenden Abschluss seiner „perfekten Saison“, in der er alle seine 14 Rennen gewinnen konnte: „Das ist ein Wahnsinnsgefühl und eine Riesenehre, weil das auch meine Dominanz zeigt und dass ich dieses Jahr das Maß aller Dinge war.“

Seine Dominanz soll ihn nun im nächsten Jahr zum Rekord im Einer tragen, fünf WM-Titel haben bislang nur Peter-Michael Kolbe sowie der Neuseeländer Mahe Drysdale und der Tscheche Ondrej Synek gewonnen. „Ich möchte mein sportliches Erbe aufbauen. Deshalb bin ich damals nach Paris zurückgekommen und habe gesagt: Ich mache weiter. Bisher war das sehr erfolgreich“, sagte Zeidler. Und wie!

Auf der Traditionsstrecke Bosbaan ließ Zeidler den Weißrussen Jauhen Salaty und den Norweger Jonas Slettemark Juel sowie das restliche Feld weit hinter sich, nur die angepeilte Weltbestzeit wollte (noch) nicht fallen. „Alle 500 Meter habe ich auf die Uhr gesehen und gewusst, es reicht nicht, dann bin ich das Rennen kontrolliert zu Ende gefahren“, sagte Zeidler.

Mit 6:35,22 Minuten war er dennoch schneller als 2024 in Paris, als er im Halbfinale mit 6:35,77 Minuten seine bisherige persönliche Bestzeit und einen olympischen Rekord aufgestellt hatte. Gleichzeitig löste er Marcel Hacker als deutschen Rekordhalter ab. Anschließend gab es eine Weißbierdusche und innige Umarmungen mit Freundin Sofia, seinen Eltern Heino und Katja, Schwester Marie-Sophie und Großeltern.SID

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