Giesings Fluch

von Redaktion

TSV 1860 mit schwacher Heimbilanz

Klare Worte: Kapitän Dennis Dressel. © Simon/Imago

Bruchlandung für die Löwen gegen Buchbach. Im Achtelfinale des Totopokals war Schluss. © Hoermann/Imago

München – Die Bilder glichen sich: Innerhalb von zwei Tagen musste 1860-Kapitän Dennis Dressel in die Mixed Zone im Grünwalder Stadion laufen, um den rätselhaften Heim-Komplex seines Teams zu erklären. Auch im vierten Pflichtspiel der Löwen in dieser Saison auf dem Giesinger Berg gab es keine Siegesfeier vor der in dieser Saison beeindruckend lauten Westkurve: 2:2 gegen Augsburg II, 0:2 gegen Kiel im DFB-Pokal, 1:1 gegen Landsberg und nun das 1:3 im Totopokal-Achtelfinale gegen Buchbach.

Dementsprechend war die Miene Dressels nach dem Abpfiff. Die Gründe für das Ausscheiden waren für den 27-Jährigen schnell gefunden: „Wir sind schlecht ins Spiel gekommen und verteilen nur Geschenke. Die wurden auch direkt bestraft. Wenn du so viele Geschenke verteilst, kannst du auch nichts mitnehmen.“ Auch der Fakt, dass zwischen dem Landsberg-Abpfiff und dem Buchbach-Anpfiff nur 50 Stunden lagen, spielte aus Dressels Sicht eine Rolle: „So eine Spielansetzung habe ich noch nie erlebt. Ich wusste nicht, dass so etwas erlaubt ist. Daher mussten wir viel rotieren, was Buchbach in die Karten gespielt hat.“

Zu den auffällig schwachen Heimresultaten meinte Dressel: „Wahrscheinlich liegt es schon daran, dass es für die Auswärtsmannschaften ein Highlight ist, hier zu spielen. Dann spielen sie mit zehn Prozent mehr. Aber uns muss das auch beflügeln. Vielleicht sind wir da noch etwas gehemmt.“ Dennoch sieht der Mittelfeldspieler (noch) kein Muster in den schwankenden Ergebnissen: „Das hat aus meiner Sicht nichts mit Heim- oder Auswärtsspielen zu tun.“

Viel Zeit zum Nachdenken haben die Löwen nicht: Bereits übermorgen (19 Uhr) steht das knifflige Auswärtsspiel bei der DJK Vilzing an – Tabellendritter in der Regionalliga Bayern.MBU

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