Olise macht den Unterschied

von Redaktion

Vorne mit gewohnter Wucht, hinten löchrig – die Bayern-Stars in der Einzelkritik

Einmal mehr nicht zu bremsen: Michael Olise war für den Zweitligisten eine Nummer zu groß und belohnte sich auch mit einem Tor. © Brueck/Hübner

Der FC Bayern gewinnt mit 4:1 (2:1) gegen Osnabrück und zieht in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Die Einzelkritik:

Jonas Urbig: War beim Traumtor von Osnabrücks Meißner aus rund 30 Metern machtlos, weil der Ball perfekt oben rechts in den Winkel einschlug. Verhinderte im Anschluss mit starken Paraden einen erneuten Rückstand und präsentierte sich konzentriert im Spielaufbau. Note: 3

Josip Stanisic: Lief als Rechtsverteidiger auf und hatte gerade zu Beginn Probleme, seine Abwehrseite dichtzuhalten. Immer wieder brach der Außenseiter über seine rechte Seite durch und kam zu Flankenmöglichkeiten. Note: 5

Jonathan Tah: Durfte wieder in der Startelf ran, nachdem er beim Bundesligaauftakt noch auf der Bank saß. Verteidigte ordentlich – trotzdem gelang es ihm zu selten, das Zentrum zu kontrollieren. Note: 4

Minjae Kim: Scheint sich festgespielt zu haben und stand im dritten Pflichtspiel dieser Saison in der Startelf. Nutzte sein Tempo, um gegnerische Konter abzulaufen. Note: 3

Nathaniel Brown: Kam nach zwei Einsätzen als Zehner erstmals auf seiner angestammten Position zum Einsatz: als Linksverteidiger. Von dort schaltete sich Brown immer wieder in die Offensive ein und hinterlief seinen Vordermann Diaz, blieb aber größtenteils blass. Note: 4

Joshua Kimmich: Dirigierte die Münchner Angriffe und verteilte die Bälle. Hatte allerdings Probleme, das Mittelfeldzentrum dichtzuhalten, und ließ im Verbund mit Bischof zu viele Lücken. Note: 3

Tom Bischof: Durfte anstelle von Pavlovic auf der Sechs ran und erzielte den Münchner Führungstreffer per Abpraller. War ansonsten bemüht, seine Mitspieler in Szene zu setzen, und glänzte mit präzisen Seitenverlagerungen. Note: 3

Michael Olise: Bei ihm war der Klassenunterschied am deutlichsten: Wann immer Olise anzog, hatten seine Gegenspieler keine Chance mehr. Und so machte der Franzose was er wollte, zog immer wieder in die Mitte und hatte mit seinem Traumpass auf Diaz große Anteile am 2:1-Führungstreffer: Der Kolumbianer vergab zwar, Bischof verwertete den Abpraller aber. Später erhöhte Olise dann selbst auf 3:1. Note: 2

Ismael Saibari: Durfte nach seinem starken Joker-Einsatz gegen Stuttgart in der Startelf ran, blieb aber blass und war bei den Kombinationen selten eingebunden. Note: 4

Luis Diaz: Zeigte eine typische Luis-Diaz-Leistung: Der Kolumbianer spielte stark mit, war an vielen Aktionen beteiligt – aber ließ auch zu viele Chancen aus. Hatte Glück, dass Bischof nach seinem vergebenen Abschluss zum 2:1 verwertete. Note: 3

Harry Kane: Ließ mit seinem Ausgleichstreffer die Bremer Brücke verstummen und setzte damit eine unglaubliche Statistik fort: Kane traf seit Beginn der vergangenen Saison in jedem (!) Pokalspiel mindestens einmal. Setzte zudem immer wieder seine Mitspieler sehenswert in Szene. Note: 2

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