Auftakt-Kracher gegen Spanien

von Redaktion

DBB-Frauen starten in die Heim-WM – grünes Licht für Sabally

Rechtzeitig fit für die WM: Nyara Sabally und Leonie Fiebich. © Wiedensohler/Imago

Frieda Bühner ist mit 22 Jahren schon eine wichtige Stütze im DBB-Team. © Stache/dpa

Berlin – Sogar der Bundeskanzler kommt. Wenn Nyara Sabally und Co. in ihre Medaillenmission bei der Heim-WM starten, drückt Friedrich Merz als einer von 12.500 Fans in der Uber Arena von Berlin fest die Daumen. Das Turnier in der Hauptstadt birgt eine große Chance für den deutschen Frauen-Basketball, nach schwieriger Vorbereitung wird jedoch gleich der Auftakt-Kracher gegen Spanien am Freitag (17.45 Uhr/ProSieben und MagentaSport) zur Feuerprobe.

„Spanien und Japan direkt nacheinander – das ist schon nicht einfach“, sagte Bundestrainer Olaf Lange. Als drittes wartet noch Mali, nur der Gruppenerste qualifiziert sich direkt für das Viertelfinale, die zweit- und drittplatzierten Teams spielen eine Playoff-Runde. Erst seit ein paar Tagen ist die DBB-Auswahl komplett. Als Letzte stieß Leonie Fiebich zum Team, zu dem auch Nyara Sabally gehört. Die jüngere der beiden Sabally-Schwestern hat nach ihrer Wadenverletzung den Wettlauf gegen die Zeit gewonnen und fühlt sich fit für die WM in ihrer Heimatstadt.

„Nyara ist ein großer Eckpfeiler unserer Mannschaft“, sagt Lange, der sie behutsam aufbauen möchte: „Wir müssen in den ersten Spielen sehen, wie viel Spielzeit sie bekommt.“ Nachdem die DBB-Auswahl noch ohne das WNBA-Trio Fiebich, Sabally und Frieda Bühner alle drei Testspiele in der Vorbereitung verloren hatte, konnte sie positive Nachrichten gut gebrauchen.

Insgesamt stand es aber wohl kaum jemals besser um Frauen-Basketball in Deutschland. Die Hallen werden mit bereits über 200.000 verkauften Tickets voll sein. Der Bundestrainer versucht vor dem Turnierstart, etwas die Erwartungen zu dämpfen und blickt auch schon auf die EM im kommenden Jahr und die Olympischen Spiele 2028 in LA. „Ich habe ja gesagt, dass wir mittelfristig um Medaillen mitreden wollen. Aber wir können jetzt nicht davon ausgehen, dass wir gleich direkt um eine Medaille mitspielen“, sagte der 54-Jährige.

Fiebich und Co. wollen die große Chance trotz der riesigen Konkurrenz mit Topfavorit USA, Australien, Frankreich oder Belgien beim Schopfe packen. Der Kern des Teams ist seit der Olympia-Qualifikation 2024 zusammen und feierte mit dem Viertelfinale bei Olympia in Paris und Platz fünf bei der EM im vergangenen Jahr erste Achtungserfolge.

„Dieses Olympia-Turnier war schon so ein Moment, wo man gedacht hat: Ok, jetzt können wir ganz oben mitspielen“, sagte Fiebich. „Jetzt geht es halt darum, dass wir beweisen, dass wir auf diese Bühne gehören, dass wir Spiele gewinnen können.“SID, DPA

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