Katzenjammer im Frauenfußball

von Redaktion

„Fühlt sich sehr leer an“: Wolfsburg und Frankfurt hadern – und lassen die Bayern alleine

Kein Vorbeikommen an PSG für Laura Freigang (l.) und Eintracht Frankfurt. © Baptiste Autissie/Imagor

München – Inmitten der Findungsphase um die neu gegründete Bundesliga herrscht im deutschen Frauenfußball erst mal Katzenjammer. Das dramatische Ausscheiden des VfL Wolfsburg und von Eintracht Frankfurt in der Champions-League-Qualifikation passt zu der Abwanderung von immer mehr Nationalspielerinnen ins Ausland. In der Ligaphase der Königsklasse, die an diesem Freitag ausgelost wird, ist jetzt nur noch der gesetzte Doublegewinner FC Bayern dabei.

Für den Vizemeister aus Wolfsburg und den Dritten aus Frankfurt geht es nur im weitaus weniger attraktiven Europa Cup weiter. „Es wird schwer, sich darauf zu freuen, um ehrlich zu sein“, sagte Eintracht-Kapitänin Laura Freigang nach dem 1:5 nach Verlängerung bei Paris Saint-Germain (Hinspiel: 1:1). Sie räumte ein: „Hinten raus fallen wir auseinander.“

Ganz bitter verlief auch der Abend für Wolfsburgs favorisierte Frauen, die zu Hause Inter Mailand noch mit 2:0 geschlagen hatten, das Elfmeterschießen auswärts aber mit 4:5 verloren. Vor allem Mara Alber, die den entscheidenden Fehlschuss abgegeben hatte, musste getröstet werden.

„Jetzt fühlt sich alles erst mal sehr leer an“, sagte VfL-Trainer Stephan Lerch. Wolfsburg hatte 2013 und 14 in der Königsklasse triumphiert und stand 2016, 18, 20 und 23 im Finale. Nach dem Abgang von Stürmerstar Alexandra Popp und Macher Ralf Kellermann nach Dortmund erlebt das VfL-Team einen herben Rückschlag.

Das Wolfsburger Aus ärgert Bundestrainer Christian Wück: Nationalspielerinnen wie Janina Minge, Cora Zicai, Camilla Küver und Sarai Linder fehlt vor der WM 2027 in Brasilien die Möglichkeit, sich auf höchstem Niveau zu messen. DPA

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