Die erste Kostprobe macht Appetit

von Redaktion

Doch Neu-Trainer Gavel ist mit dem 98:67 seiner Bayern-Baskets über Bamberg nur bedingt zufrieden

Erste Selfies mit den Fans: Duane Washington. © rp

Starker Neuzugang: Marjon Beauchamp steuerte 10 Punkte bei. © Stickel

München – Den ersten emotionalen Höhepunkt gab es dann doch noch vor dem Start. Anton Gavel trat ans Mikrophon. Man merkt: Der neue Coach der Basketballer des FC Bayern genießt einen Sympathievorschuss beim Anhang. Die erste sportliche Kostprobe passte dann ja auch. Gegen Gavels Ex-Club Bamberg gab es ein 98:67.

Das Gefühl blieb hängen: So kann es weitergehen, bis zum ersten Ernstfall in zwei Wochen, dann geht es wieder gegen Bamberg – um erste Bundesliga-Punkte.

Dass bei der großen Teampräsentation vor 2150 Zuschauern noch so manches im Sommer-Modus war – geschenkt. Das Partyprogramm blieb noch dünn. Selbst aus den Autogrammen von Neuzugang Duane Washington wurde es nichts. Den Ex-Belgrader zwickt es an der Hand. Immerhin Selfies knipste er mit den Fans gerne.

Aber da sprangen die Kollegen gerne in die Bresche. Nach der Partie gab es – schöne Charmeoffensive – eine ausgiebige Autogrammstunde. Auf dem Feld hatten sie das zuvor durchaus ansehnlich getan – gegen eine Bamberger Mannschaft, die nach ungleich längerer Vorbereitung merklich eingespielter ist. Gavel mischte seine Profis dabei über weite Strecken blockweise durch.

Aber die ließen auch so immer wieder aufblitzen, was bald kommen könnte, wenn der Marathon durch BBL und Euroleague beginnt. Der Ball lief schon ganz munter durch die Münchner Reihen. Ok, ein bisschen „aggressiver und schneller“ soll es nach Gavels Geschmack noch werden. Immerhin: Es zeigte sich, dass die Bayern 2026/27 breiter aufgestellt sein könnten als das Vorgängermodell. Selbst der blutjunge Ex-Ulmer Tobias Jensen (22) deutete mit 15 Punkten an, dass er sich für seinen Seitenwechsel im Sommer einiges vorgenommen hat. Einzig der unverwüstliche Kapitän Vladimir Lucic war mit 11 Zählern noch effektiver.

Gavel war für die Umstände zumindest einigermaßen zufrieden. „Wir haben heute schlecht angefangen, aber gut reagiert“, sagte er, „aber bis zum Start muss schon noch einiges passieren.“

Zwei Testauftritte haben die Bayern dafür nun noch Zeit. Kommendes Wochenende beim Turnier in Cagliari geht es gegen ASVEL Villeurbanne und Hapoel Tel Aviv oder Maxima RomRP

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