WM

Durch den Monsun

von Redaktion

DBB von Tokio Hotel beflügelt

Die deutschen Spielerinnen feiern den Sieg gegen Japan. Heute geht es gegen Mali ums Weiterkommen. © Gora/dpa

Fitter als zunächst erwartet: Nyara Sabally. © Gora/dpa

Immer weiter: Deutschlands Topscorerin Frieda Bühner (19 Punkte) in Aktion während des Triumphs gegen die Japanerinnen. © Schwarz/AFP

Mit „Durch den Monsun“ in die Erfolgsspur: Der Song, der die Brüder Bill und Tom Kaulitz vor 21 Jahren über Nacht zu Superstars machte, gibt auch den deutschen Basketballerinnen bei der Heim-WM viel Kraft. „Immer durch den Monsun. Immer weiter, immer weiter“, sagte Kapitänin Marie Gülich am Samstag nach dem erlösenden 74:58 (34:29)-Sieg im zweiten WM-Gruppenspiel gegen Japan.

Doch warum wählten die Deutschen ausgerechnet den Hit der Band Tokio Hotel als Teamsong, der vor Spielbeginn in der Halle gespielt wird? Emma Eichmeyer verriet: „Leo (Fiebich/d. Red.) und ich sind auf jeden Fall schon mal Tokio-Hotel-Fans. Wir haben es immer gerne angemacht. Jeder kennt den Song. Und jeder kennt ihn vor allem aus seiner Kindheit. Auch der bringt so ein bisschen Emotion mit sich, wir alle können mitsingen.“

Doch vielleicht haben die DBB-Frauen den größten Monsun bereits hinter sich. Denn die komplette Vorbereitung (Ausfall von Starspielerin Satou Sabally, kein Sieg in den Testspielen und das Bangen um Nyara Sabally) verlief schon nicht gerade berauschend. Und am Freitag folgte schließlich der WM-Auftakt zum Vergessen beim 53:83 gegen Spanien.

Nach dem Japan-Erfolg ist wieder alles drin – vom Gruppensieg bis zum Vorrunden-Aus. Auch weil Nyara Sabally (hatte Waden- und Knieprobleme), die in 22 Minuten 18 Punkte auflegte, ihren Trainer überraschte. „Ich war sehr überrascht, wie gut und wie lange Nyara spielen konnte“, sagte Olaf Lange, „ich glaube, es hat auch viel damit zu tun, dass es in Berlin ist. Sie hat ihre Familie hier und das ist schon noch einmal eine spezielle Situation.“

Hoffentlich ausgeschlafen geht es am Montag im entscheidenden Gruppenspiel gegen Mali (17.45 Uhr/Pro7 MAXX), denn in der Nacht zum Sonntag gab es im Teamhotel auf einmal Feueralarm. Da Deutschland gestern spielfrei hatte, fiel die Schlafunterbrechung nicht ganz so schwer ins Gewicht.DPA

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