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von Redaktion

Arijon Ibrahimovic, vom FC Bayern zum FC Augsburg gewechselt, erlebt eine Besonderheit

Perfekter Einstand für den FCA: Arijon Ibrahimovic lieferte ein Tor und eine Vorlage. © Racocha/

Frankfurt/Augsburg – Vor einer Woche erst hatte Manuel Baum, der Trainer des FC Augsburg, sich ausdrücklich und öffentlich bei Benni Weber, dem Sportdirektor, bedankt. Für die Transferpolitik. Für Hennes Behrens, den man von Hoffenheim geholt hatte, nachdem er Leihspieler in Heidenheim gewesen war. Für Calvin Brackelmann (Baum: „Der Brackel“) von Webers Ex-Club Paderborn: frisch aufgestiegen, aber zum Wechsel bereit. Ein Außen- und ein Innenverteidiger, die sich sofort einfügten in ihr neues Team Augsburg. 3:0 hatte der FCA zum Bundesligaauftakt gegen Schalke gewonnen.

Und der dankbare Trainer Manuel Baum erhielt noch einen Transfer-Nachschlag – und dieser erwies sich ebenfalls als umgehend wertvoll: Arijon Ibrahimovic (20) wurde kurz vor Handelsschluss vom FC Bayern ausgeliehen – und hatte in seinem ersten Spiel am Sonntag in Frankfurt zwei große Szenen: Kopfball in der 46. Minute, gleich nach Wiederanpfiff – 1:1. 47. Minute: Seinen Schuss konnte Eintracht-Torhüter Noah Atubolu nicht festhalten, Robin Fellhauer staubte zum 2:1 für Augsburg ab, das einen 4:1-Auswärtssieg landete und die Tabellenführung übernahm. Dass Ibrahimovic bei erster Gelegenheit in der Startelf stand, war einer muskulären Unpässlichkeit von Anton Kade geschuldet. „Ihm ist da was reingezogen“, hatte Manuel Baum schon unter der Woche angekündigt, dass der überragende Mann des Schalke-Spiels würde pausieren müssen.

Vorerst ist Ibrahimovic ausgeliehen (man spricht von 500.000 Euro Gebühr), zum Saisonende könnte der FCA eine Kaufoption ziehen (inoffiziell 8 Millionen) – für den gebürtigen Nürnberger mit kosovarischen Wurzeln ergibt sich die Chance, mal Wurzeln zu schlagen bei einem Verein. Dreimal schon hatten ihn die Bayern geparkt und auf eine Entwicklung gehofft, von der sie selbst profitieren würden: Der junge Stürmer versuchte sich in Italien bei Frosinone und Lazio Rom und vergangene Saison beim 1. FC Heidenheim, der ihn nach zwei Toren und fünf Vorlagen gerne behalten hätte. Aber die 2. Liga passte nicht in die Planungen der Bayern.

Nun also der FC Augsburg. Dessen Erfahrungen mit Spielern, die mal bei Bayern waren, sind keine guten: Pierre-Emile Hojbjerg ging nach einem halben Jahr (2015), weil er höhere Ambitionen hatte. Andreas Ottl (2011/12) und Piotr Trochowski (2015/16) waren in einer späten Phase ihrer Karriere Enttäuschungen. Felix Götze wurde nach fünf Jahren (2018 bis 23), einer langwierigen Verletzungsgeschichte und einigen Verleihgeschäften für wenig Ertrag verkauft. Lasse Günther (jetzt Elversberg) wurde, aus der Bayern-Jugend gekommen, in die Verleih-Umlaufbahn (Regensburg, Wehen, Karlsruhe) bugsiert, Yusuf Kabadyi erst in der Türkei und aktuell in Kroatien geparkt.

Bei Ibrahimovic ist der FCA optimistisch: „Seine Physis und sein Wille passen gut zu uns“, findet Sportdirektor Weber. Er schätzt auch die „offensive Vielseitigkeit“. Ibrahimovic wird sie brauchen. Seine Konkurrenten sind Anton Kade und Mert Kömür, die er aus der U21-Nationalmannschaft kennt und die beide ebenfalls als hochveranlagt gelten. Sein Einstand war jedenfalls ein Pluspunkt: Arijon Ibrahimovic fand „gute Stimmung in der Kabine“ vor. Und er ist der einzige Spieler, der diese Saison zweimal Spitzenreiter war: erst mit den Bayern (beim 5:1 gegen Stuttgart stand er im Kader), nun mit dem FCA.GÜNTER KLEIN

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