Bayerns Europa-League-Woche

von Redaktion

Ungewohnter Rhythmus Donnerstag/Sonntag – und zwei kleine Gegner obendrein

Bereit für die Königsklasse: Kompany. © Kraft/AFP

München – Exakt „nullkommanull“ Minuten hatte Vincent Kompany sich bis zum Wochenende mit den Stärken oder Schwächen des FK Bodö/Glimt beschäftigt – und anders als in einer normalen Champions-League-Woche konnte man dem Trainer des FC Bayern diese Aussage glauben. Denn der Auftakt in die Königsklassen-Saison, an deren Ende nichts anderes als der erste Titel seit 2020 stehen soll, findet nicht am Dienstag und nicht am Mittwoch, sondern tatsächlich erst am Donnerstag statt. Während 24 der 36 Liga-Teilnehmer der Königsklasse zu den üblichen Spielzeiten gefordert sind, können die Bayern zwei Tage Königsklasse vor dem TV genießen, ehe sie selbst gefordert sind. Fast so, als würden sie nur in der Europa League spielen.

Der Grund ist kurios wie simpel: Obwohl der Donnerstag in normalen Europapokal–Wochen der Euro und Conference League vorbehalten ist, wird die Champions League seit ihrer Reform vor zwei Jahren zum Start in einer sogenannten „exklusiven Woche“ auf drei Tage gedehnt. Während die beiden anderen Wettbewerbe noch pausieren, liegt der Fokus voll auf den besten Teams Europas. Für die Bayern ist die Partie am Donnerstag eine Premiere: Im vergangenen Jahr starteten sie mittwochs (3:1 gegen Chelsea), im Jahr davor am Dienstag (9:2 gegen Zagreb). Der ungewöhnliche Anstoß in der Allianz Arena ändert aber nichts an der Zielsetzung gegen den Favoritenschreck der Vorsaison: Ein Auftaktsieg ist Pflicht – und soll auch die leisen Kritiker nach dem 0:0 auf Schalke zum Schweigen bringen.

In der Liga soll es Kompanys Team dann übrigens am Sonntag (17.30 Uhr) beim Bundesliga-Neuling Elversberg besser machen. Noch so ein ungewohnter Termin in der Woche, in der alles anders ist als sonst. Vom Donnerstag/Sonntag-Rhythmus können die Europa-League-Teilnehmer ein Lied singen. Für die Bayern allerdings ist es: eine einmalige Sache.HLR, VT

Artikel 1 von 11