Mbappé und Startrainer Mourinho wollen mit Real Madrid wieder angreifen. © Fernandez/dpa, Caro/EPA, Chavet/IMAGO
Barca-Hoffnung: Lamine Yamal und Raphinha. © Saiz/dpa
„Real ist Real“ sagt Star-Trainer Mourinho. © Caro/EPA
Lehrstunde: In der Gruppenphase des Vorjahres waren Saka und der FC Arsenal zu stark für Laimer und Bayern. © Hoppe/dpa
Packend: Bayern (Kimmich) und PSG (Kvaratskhelia ) lieferten sich 2025/26 ein grandioses Halbfinale. © Chavet/Imago
München – Am heutigen Dienstag beginnt die Champions League, 36 Teams aus ganz Europa kämpfen um den Henkelpott. Wer sind die Favoriten? Welcher Gigant könnte straucheln? Und welche Chancen hat der FC Bayern? Die sechs Favoriten im Check:
FC Bayern: Wer im Vorjahr im Halbfinale am späteren Champion gescheitert ist, kann natürlich nur ein Ziel haben. Und dass Vincent Kompany es vor Saisonstart auch klar formuliert hat, kommt in den höheren Etagen an der Säbener Straße bestens an. Anders als in anderen Jahren, die seit dem letzten Titelgewinn im Jahr 2020 vergangen sind, steckt Substanz im „T-Wort“. Ein gefestigtes Team, punktuell bestens verstärkt, träumt zu Recht groß. Und dass man im Herbst 2026 mal nicht Tabellenführer ist, ändert daran nichts.
Manchester City: Alles neu in Manchester: Pep Guardiola ist weg, dafür wurde Pep-Double Enzo Maresca als Nachfolger verpflichtet. Und damit er mit City wieder um Europas Spitze konkurrieren kann, wurden ihm neue Spieler für schlappe 526 Millionen Euro (!) gekauft. Wie gefestigt das Team ist, ist aktuell jedoch schwer zu beantworten: In der Liga ist man nach drei Siegen zum Start Tabellenführer, der Supercup ging allerdings mit 0:3 gegen Arsenal verloren.
Paris Saint-Germain: Dreimal hintereinander die Champions League zu gewinnen, ist zuletzt Real Madrid 2018 gelungen. Logisch, dass PSG das europäische „Triple“ zum Ziel ausgegeben hat. Dass in der Liga ein absoluter Fehlstart (zwei Remis, eine Niederlage) steht, wurmt Luis Enrique zwar; wie wenig der Herbst mit dem kommenden Frühjahr zu tun hat, weiß der Erfolgstrainer aber nur zu gut. Er setzt im Kader auf Kontinuität statt Star-Zugänge – und zwar so extrem wie seit der Übernahme durch Qatar Sports noch nie: Es steht ein Transferplus von 182,3 Millionen Euro.
Real Madrid: Der letzte Titel liegt drei Jahre zurück. Und dass das Finale ausgerechnet am 5. Juni im Atlético-Stadion stattfindet, macht die Sache nicht weniger reizvoll. Der Neustart mit José Mourinho ist gelungen, daran kann auch der kleine Dämpfer beim 0:1 gegen Betis Sevilla am Wochenende nichts ändern. „The special one“ reicht ein Satz, um alles über die Ambitionen seines alten und neuen Vereins zu sagen: „Real Madrid ist Real Madrid, so einfach ist es.“ Und mit Yan Diomande und Marc Cucurella tendenziell auch stärker als im Vorjahr, wo gegen die Bayern im Viertelfinale Schluss war.
FC Barcelona: Die Katalanen haben sich mit Rodri und Anthony Gordon extrem gut verstärkt und in der Liga bislang alles kurz und klein geschossen (vier Spiele, vier Siege, 17:2-Tordifferenz). Aktuell gelten sie als einer der absoluten Topfavoriten auf den Henkelpott – angeführt von acht (!) spanischen Weltmeistern im Kader.
FC Arsenal: Das Team von Kai Havertz ist mit vier Siegen in die Saison gestartet und will auf der vergangenen Spielzeit aufbauen. Damals gelang der Elf von Trainer Mikel Arteta der langersehnte Liga-Titel und der Einzug ins Champions-League-Finale. Arsenals Trumpf ist die Defensive, diese Saison soll erfrischender Offensivfußball dazukommen.V. TSCHIRPKE, H. RAIF