Olise doch nicht unverkäuflich?

von Redaktion

Dreesen vorsichtig: „Etwas zu versprechen, ist ein heikles Thema“

Im Überholmodus: Der FC Bayern weiß ganz genau, warum er Olise langfristig halten möchte. Gelingt es? © Simon/Imago

München – Eines haben die Münchner Verantwortlichen in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder klargestellt: Der FC Bayern ist kein Verkäuferverein. „Wir sind kein Club, der Spieler entwickelt, um diese zu verkaufen“, betonte zuletzt auch Jan-Christian Dreesen im Sport1-Doppelpass am Sonntag.

Es gibt allerdings einen Spieler, um den sich immer wieder Gerüchte über einen möglichen Abgang halten: Michael Olise. Dem französischen Superstar wird großes Interesse von Real Madrid und Paris Saint-Germain nachgesagt, im Sommer kursierten sogar Berichte über ein vermeintliches 200-Millionen-Euro-Angebot. „Das ist Unfug“, stellte Dreesen zu diesem Gerücht klar. „Das stimmte einfach nicht. Wir haben kein Angebot auf dem Tisch gehabt.“

Gleichzeitig erklärte er, dass die Bayern einen Verkauf ohnehin nicht in Betracht gezogen hätten: „Wir haben allerdings auch immer gesagt, dass uns das nicht interessiert. Genau das ist unsere Einstellung.“

Bei der Frage, ob Olise auch langfristig beim FC Bayern bleibt, klang der Vorstandsvorsitzende dann aber weniger entschieden: „In diesem Geschäft etwas zu versprechen, ist ein heikles Thema“, sagte Dreesen. „Ob wir ihn dauerhaft halten können, werden wir im nächsten Sommer besprechen müssen.“

Olise war im Sommer 2024 für rund 55 Millionen Euro von Crystal Palace zu den Münchnern gewechselt und ist dort voll eingeschlagen. „Olise ist ein Zauberer auf dem Platz“, lobte Dreesen.

Ein weiteres Thema ist aktuell auch die Zukunft von Harry Kane, bei dem eine Vertragsverlängerung aber als sehr wahrscheinlich gilt. „Ich wäre der erste Bayern-Verantwortliche, der über Inhalte von Vertragsverhandlungen spricht. Diese Tradition möchte ich nicht brechen“, erklärte Dreesen in Bezug auf Details wie die mögliche Vertragsdauer. „Wir haben erste Gespräche geführt. Wir haben ein entspanntes Verhältnis miteinander.“

Ähnlich äußerte sich zuletzt auch Kane selbst, der nach dem Bundesligastart gegen den VfB Stuttgart jedoch sagte, dass es „noch eine Menge Diskussionen um die Details geben“ werde. „Es ist womöglich nicht mein letzter Vertrag, aber ein großer Vertrag, über den ich entscheiden muss.“ Kane kam vor drei Jahren für rund 95 Mio. Euro von Tottenham Hotspur.V. TSCHIRPKE, H. RAIF

Artikel 1 von 11