Alles im Griff: Deutschlands Nyara Sabally (links) gegen Leeseul Kang. © Gora/dpa
Berlin – Nächste Hürde genommen, jetzt wartet der Europameister: Die deutschen Basketballerinnen haben ihren Siegeszug in Berlin fortgesetzt und stehen zum ersten Mal in einem WM-Viertelfinale. Beim Heimturnier schlug das Team von Bundestrainer Olaf Lange in der Qualifikationsrunde Südkorea dank einer konzentrierten Vorstellung 94:56 (46:29), nach dem dritten Erfolg in Serie geht es am Donnerstag (17.45 Uhr/MagentaTV) ins Duell mit den bei der WM noch ungeschlagenen Belgierinnen.
Eine Medaille ist zwar das erklärte Ziel, doch schon der Sprung ins Viertelfinale ein großer Erfolg. Gegen Belgien, Europameister von 2023 und 2025, tritt die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) als Außenseiter an – das Team um Starspielerin Emma Meesseman war als Sieger der Gruppe C direkt ins Viertelfinale eingezogen. Die deutsche Mannschaft hatte als Zweiter der Staffel A den Umweg über die Playoffs nehmen müssen, löste die Aufgabe aber souverän. Lange erwartete in Sachen Spielstil eine ähnliche Herausforderung wie im Gruppenspiel gegen Japan (74:58), die Südkoreanerinnen seien aber noch „einen Tick dynamischer“, es werde in der Verteidigung „herausfordernd“, sagte der Coach bei MagentaTV. Die DBB-Frauen nutzten ihre körperlichen Vorteile, holten mehr Rebounds als der Gegner, dominierten offensiv in der Zone – und kamen auf diese Weise immer wieder zu Punkten. Sabally, Frieda Bühner und vor allem Kapitänin Marie Gülich, zur Pause schon bei 14 Punkten, waren unter dem Korb kaum zu stoppen.