Harry Kane (vorn, Bayern München) feiert den Sieg vor den Fans in Osnabrück. Das Spiel endete 1:4. © David Ebener/dpa
Jungbrunnen? Kane springt ins Wasser. © Instagram, dpa
München – Am 26. Oktober wird der begehrte Ballon d’Or in London vergeben. Einer der diesjährigen Favoriten auf den Titel des weltbesten Fußballers: Bayern-Star Harry Kane.
„Natürlich liegt es jetzt nicht mehr in meiner Hand, es hängt von den Wählern und den Leuten ab, die es entscheiden. Die Saison, die ich hatte, war bei Weitem meine beste Saison, und wir werden abwarten und sehen müssen“, sagte der Superstürmer bei TNT.
In der abgelaufenen Saison erzielte Kane so viele Treffer wie nie zuvor in einer Saison in seiner Karriere. Dafür erhielt er bereits den Goldenen Schuh für den besten Torjäger Europas. „73 Treffer sind eine völlig verrückte Zahl. Wenn ich als junger Spieler jemanden gesehen hätte, der so etwas schafft, hätte ich nur gedacht: ‚Mein Gott.‘ Damals erschienen mir solche Zahlen völlig absurd. Und ehrlich gesagt sind sie das auch“, meinte Kane. „Ich versuche sicherzustellen, dass ich für meine Mannschaft da bin. Das ermöglicht es mir wiederum, auf dem Niveau zu spielen, auf dem ich spiele, und die Tore zu erzielen, die ich mache.“
Kane ist inzwischen 33 Jahre alt. Auffällig: Er wird immer besser. Und das hat einige Gründe.
Privatkoch: Der Engländer arbeitet mit Dan Sargeant, einem Koch und Ernährungsberater, zusammen. Vor einem Spiel tendiert Kane zu Kohlenhydraten, an anderen Tagen greife er stattdessen auf Eiweiß und Gemüse zurück. Sein Ziel sei es, schlank zu bleiben, aber auch dafür zu sorgen, dass er ausreichend Energie habe.
Akupunktur: Kane vertraut privat zudem auf die Dienste des spanischen Sportmediziners Dr. Alejandro Elorriaga Claraco. Sein Fachgebiet: die Akupunktur. „Er spielt eine große Rolle. Wir arbeiten viel hinter den Kulissen. Wir arbeiten nun schon seit sechs Jahren zusammen. Er ist ein wichtiger Grund dafür, dass ich auf diesem Niveau spiele“, verriet Kane kürzlich. „Es ist kein Zufall, dass ich mich verbessere. Manche Leute sagen, ich bin in einem Alter, ab dem es bergab geht. Aber bei mir ist das Gegenteil der Fall.“
Schnitzeldoping: Für jedes Tor, das Kane im Trikot des FC Bayern erzielt, bekommt er Wiener Schnitzel. Die liefert Stefan Kastner, Wirt des traditionsreichen Gasthofs in Baierbrunn.
Und wer weiß: Vielleicht bekommt die Bayern-Tormaschine bald ein Goldschnitzel für den Ballon d’Or.P. KESSLER, M. BONKE