Miro Schluroff, Rueckraum, VfL Gummersbach © IMAGO/kolbert-press/Martin
Appetitmacher: Golla & Co. hier bei den Füchsen Berlin. © dpa
Melsungen – Johannes Golla kämpfte für Deutschland im Finale um Olympia-Gold, rackerte im EM-Endspiel gegen Dänemark. Er wurde Meister und Europacupsieger mit Flensburg. Nun erfüllt Golla sich einen weiteren Traum: Champions League mit seinem Jugendklub, der MT Melsungen.
„Es ist etwas Besonderes für MT, zum ersten Mal in der Champions League anzutreten“, sagt Golla, der verlorene Sohn, der im Sommer nach acht Jahren aus dem hohen Norden zurückgekehrt war, vor dem mit Spannung erwarteten Debüt des Provinzklubs in der Königsklasse. „Alle freuen sich sehr auf das Spiel“, so der Nationalmannschaftskapitän vor dem Heimspiel am Donnerstag (20.45 Uhr/Dyn) gegen den nordmazedonischen Vertreter Vardar Skopje: „Und natürlich wollen wir uns gleich zu Beginn zwei Punkte sichern.“
Während der SC Magdeburg (Mittwoch/20.45 Uhr gegen Kolstad Handball) und die Füchse Berlin (Donnerstag/18.45 Uhr bei Partizan Belgrad) Stammgäste sind, startet Melsungen erstmals in Europas wichtigstem Vereinswettbewerb. Kein Wunder, dass sie in Nordhessen ganz aufgeregt sind vor der Premiere. „Heiß wie Frittenfett“ sei man, betont Rechtsaußen Dimitri Ignatow.
Erstes Ziel der MT, die sich im Mai durch den Titelgewinn in der European League für die Königsklasse qualifizierte, ist der Einzug in die Hauptrunde des reformierten Wettbewerbs. Dafür gilt es, in der Vierergruppe nach Hin- und Rückspielen gegen Skopje, HBC Nantes und Orlen Wisla Plock auf Platz eins oder zwei zu landen. „Wir glauben fest daran, dass es klappt“, sagt Sportvorstand Jesper Larsson.
Weitaus ambitionierter starten Meister Magdeburg und Pokalsieger Berlin in die neue Saison. Der SCM trachtet nach den Triumphen 2023 und 2025 erneut nach der Krone, Berlin stand zuletzt zweimal nacheinander im Endspiel und will den Thron endlich besteigen. Zu den ärgsten Konkurrenten dürfte vor allem Titelverteidiger FC Barcelona und Aalborg aus Dänemark zählen.SID