„Ich liebe seine Art“: Eberl ist großer Olise-Fan. © Weller/dpa
München – Das Lob, das Max Eberl für Michael Olise parat hatte, war bewusst ausführlich formuliert. Mit den Worten „ich liebe ihn, ich liebe seine Art“ wurde der Sportvorstand des FC Bayern am Tag vor dem Champions-League-Auftakt in der „Sport Bild“ zitiert und fügte mit Blick auf den Fußball-Fanatismus des Franzosen auch noch an: „Das ist doch das, was wir haben wollen.“ Dass es trotzdem schwer wird, Olise über sein Vertragsende 2029 hinaus zu binden, ist den sportlichen Verantwortungsträgern aber bewusst. Die Aussage, die Eberl den warmen Worten hinterherschickte, ließ daher noch deutlich mehr aufhorchen. Denn sie kamen einer kleinen Deadline gleich.
„Wir sollten bis zum nächsten Sommer wissen, ob es eine Tendenz zur Verlängerung von seiner Seite aus gibt oder nicht“, sagte Eberl und machte somit das erste Mal sanften Druck auf den von Real Madrid umgarnten Offensivstar. „Zu gegebener Zeit“ werde man sich „hinsetzen und darüber reden, wie es weitergeht“. Auch wenn Olise keine Ausstiegsklausel ziehen könne und die Bayern „bei keiner Summe schwach werden“ müssen, bahnt sich ein Poker an. Ein Bekenntnis zum FC Bayern – wie es in den kommenden Wochen von Harry Kane erwartet wird (Eberl: „Wird keine endlose Geschichte“) – wäre ein starkes Zeichen an die Fußballwelt.
Ein verbales setzte Eberl schon mal: „Wir sind in der Lage, auch große Transfers zu tätigen.“ Am liebsten gemeinsam mit Christoph Freund. Jegliche Berichte über ein zerrüttetes Verhältnis zum Sportdirektor wies Eberl mit einem Wort zurück: „Bullshit!“HLR, PK, BOK