Euphorie vorbei: Lena Oberdorf. © Philipp Merk/Imago
München – Der erste Assist, starke Steilpässe, blitzsaubere Diagonalbälle: Lena Oberdorfs fußballerische Klasse war beim Comeback 2.0 schon wieder aufgeblitzt. Doch mitten in die Euphorie über die langersehnte Rückkehr der Hoffnungsträgerin platzte beim FC Bayern nun die Nachricht: „Reaktion“ im rechten Knie, einige Wochen Pause.
Und das nach nur zwei Kurzeinsätzen in der Bundesliga. Nach zwei Kreuzbandrissen in besagtem Knie innerhalb von 15 Monaten hatte sie sich endlich wieder zurückgekämpft, voller Tatendrang und Hoffnung. „Es fühlt sich extrem gut an, wieder mit den Mädels auf dem Platz zu stehen, es macht unfassbar viel Spaß“, hatte sie am Sonntag nach dem 4:1 gegen den SC Freiburg gesagt. Doch nun muss sich Oberdorf wieder gedulden.
Gleiches gilt wohl für Bundestrainer Christian Wück, der beim Anlauf zur WM 2027 in Brasilien am 29. September sein Aufgebot für die Heim-Testspiele gegen Australien und Japan (9./13. Oktober) nominieren wird – und natürlich Bayern-Coach José Barcala. Dabei hatte sich dieser vergangene Woche noch überaus optimistisch gezeigt.
Ihr emotionales Comeback 316 Tage nach dem zweiten Kreuzbandriss hatte sie am 31. August gegen den FSV Mainz 05 (2:0) gegeben. Gegen Freiburg kam Oberdorf ab der 67. Minute zum Zuge, irgendwann spürte sie ihr „Wadenbeinköpfchen“, das „ein bisschen eingeklemmt“ gewesen sei, wie sie danach mit einem Lächeln erzählte. Über allem stand: Sie sei „einfach happy“, wieder dabei zu sein. Ein Gefühl, das ihre Kolleginnen beim Doublegewinner teilten. Klara Bühl sagte: „Ich kann dir gerne im nächsten Spiel einen auflegen. Du musst den dann aber auch machen!“
Das ist jetzt erst einmal vertagt. Der FC Bayern schrieb in seiner kurzen Mitteilung nach einer Untersuchung am Mittwoch lediglich von einer Pause „in den kommenden Wochen“, in denen auch der Champions-League-Kracherstart am 22. September gegen den englischen Meister Manchester City ansteht.SID