Showdown der Superstars

von Redaktion

Ultimate Championship wird zum Wettkampf der Besten und lockt mit Rekord-Preisgeld

Das Gyula-Zsivotzky-Stadion in Budapest wird an diesem Wochenende zum Leichtathletik-Mekka. Nur die Besten der Besten sind bei der World Athletics Ultimate Championship dabei.

EM-Gold mit dem Speer: Julian Weber. © Hoppe/dpa

Sprint-Weltmeisterin Sha‘Carri Richardson. © Rachon/Imago

100m-Weltmeister Oblique Seville. © Hoslet/EPA

Sprungwunder Armand Duplantis. © Instagram

Budapest – Ein kurzer Blick auf die Zahlen reicht, um die Bedeutung des Events zu verstehen. Rund 7,3 Millionen Euro an Preisgeld gab es bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2025 zu gewinnen – verteilt über neun Tage. Bei der ab Freitag startenden World Athletics Ultimate Championship in Budapest werden nun 8,6 Millionen Euro ausgeschüttet – an nur drei Tagen. Moment mal – World Athletics Ultimate Championship? Was soll das schon wieder sein?

Die Veranstaltung soll das neue Premium-Produkt der Leichtathletik werden und die Sportart modernisieren. Kompakter, schneller, bunter. Mit Fokus auf den Stars, Social Media und den TV-Übertragungen (die ARD überträgt alle drei Abende im Live-Stream und der Mediathek). Es ist ein Kräftemessen der Elite. Die Olympiasieger von Paris 2024, die Weltmeister von Tokio 2025, die Diamond-League-Sieger aus dem aktuellen Jahr. „Bei dieser Weltmeisterschaft geht es vor allem darum, der eine Athlet zu sein, der am Ende ganz oben steht“, sagt Sebastian Coe, Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes.

Der Showdown der Stars in einem Jahr ohne Weltmeisterschaft. Die Sprint-Elite um Oblique Seville oder Sha´Carri Richardson, Hochsprung-Zampano Gianmarco Tamberi und natürlich Stabhochsprung-Überflieger Mondo Duplantis. Der Schwede zeigte vorab sein Talent als Musiker, den Song „Gold“ wird er live im Gyula-Zsivotzky-Stadion performen. „Das Event wurde ganz bewusst so konzipiert, dass die Talente und Leidenschaften der größten Stars unseres Sports – sowohl auf als auch abseits der Laufbahn – im Mittelpunkt stehen“, sagt Coe: „Mondo ist einer unserer bekanntesten und erfolgreichsten Athleten, und wir könnten uns niemanden besser vorstellen, der die Ultimate-Hymne geschaffen hat.“ Nun aber zurück zum Sport.

Mit Robert Farken (1500 m), Julian Weber (Speer), Owe-Fischer Breiholz, Emil Agyekum (beide 400 m Hürden) und Merlin Hummel (Hammer) starten auch fünf deutsche Athleten in Budapest. Zudem hat sich die 4x100m-Mixed-Staffel qualifiziert. „Das ist eine coole Sache. Als ich gesehen habe, dass ich mich nur über die Liste qualifizieren kann, hat das in mir natürlich den Ehrgeiz ausgelöst. Ich habe das ganze Jahr ein bisschen draufgeschielt“, sagt Farken unserer Zeitung: „Der Gedanke, die Sportart attraktiver und noch unterhaltsamer zu machen, ist natürlich ein guter. Die Preisgeldstruktur ist schön und gut, da gibt es aber natürlich trotzdem auch ein gutes Gefälle. Dementsprechend beschäftige ich damit nicht über die Maßen.“

Der Sieger erhält 150 000 Dollar (neuer Rekord in der Leichtathletik), Platz zwei 75 000 Dollar, Platz drei 40 000 Dollar. Für einen achten Platz bleiben immerhin noch 10 000 Dollar. „Jesus“, sagte Sprint-Legende Usain Bolt über diese Zahlen: „Ich hatte einige Weltmeisterschaften, aber das ist ein neues Level. Da würde ich auch gerne noch mal starten.“

Beim Speerwurf zählt Weber, der Europameister von Birmingham, zu den Favoriten. „Ich freue mich mega auf den Wettkampf. Danach geht es direkt in den Urlaub auf Madeira“, sagt der Mainzer unserer Zeitung: „Es wird nicht einfach. Die Besten der Welt sind am Start. Es geht um viel Kohle, das ist natürlich auch etwas Besonderes und motiviert.“

Am Donnerstag wählten die 200m-Stars ihre Bahn beim sogenannten „Lane Draft“ selbst aus. Alles neu macht die Leichtathletik also. Oder wie Farken sagt: „Ich freue mich, Teil von etwas hoffentlich Historischem zu sein.“NICO-MARIUS SCHMITZ

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