Wieder Weltspitze: Lasse Nygaard Priester. © Insta
Nizza – Zwei Jahre nach einem Herzinfarkt hat Lasse Nygaard Priester sein Triathlon-Comeback fast mit einem Podestplatz bei der Ironman70.3-Weltmeisterschaft in Nizza gekrönt. Der 31-Jährige lag lange sehr aussichtsreich in dem hochklassigen Feld über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen im Rennen.
Auf der Promenade des Anglais verschärften die Konkurrenten noch mal das Tempo. 5,5 Kilometer vor dem Ziel fiel Nygaard Priester aus den Medaillenrängen, erreichte aber mit einer großartigen Gesamtleistung den fünften Rang und wurde – vor dem Ironman-Weltmeister Casper Stornes – bester Deutscher. Jonas Schomburg schaffte es als Achter auch noch unter die Top Ten. Den Sieg sicherte sich der Neuseeländer Hayden Wilde in 3:50:51 Stunden mit 18 Sekunden Vorsprung vor Norwegens Triathlon-Superstar Kristian Blummenfelt.
Kurz vorm Ziel blickte sich Nygaard Priester noch mal um, dann genoss er allerdings auch sichtlich am Ende seiner Kräfte den tosenden Applaus. Als er es geschafft hatte, torkelte und wankte er.
Und das nachdem bei Priester 2024 nachträglich ein Herzinfarkt diagnostiziert worden war. Nachdem er den „Schock“ verarbeitet und eine längere Pause eingelegt hatte, stieg der heute 31-Jährige im Januar 2025 wieder ins Training ein. Mit einem Sieg über die 70.3-Distanz vor zwei Wochen in Zell am See hatte er gezeigt, dass er in der Weltspitze mithalten kann.
Bei den Frauen schaffte es die frühere Ironman-Weltmeisterin Laura Philipp in Nizza auf Platz sechs. Acht Minuten fehlten ihr auf Siegerin Taylor Knibb aus den USA (4:19:24). Während sich Knipp ihren vierten Titel holte, wartet Philipp noch auf ihren ersten Triumph auf der Halbdistanz.DPA