Lieber zu viel als zu wenig
Sepang – WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli kühlte sich im Spaßbad auf den rasanten Wasserrutschen ab. Sein wieder erstarkter Teamkollege und Titelrivale George Russell genoss einen Trip nach Langkawi. Mit dem Touristenprogramm ist aber schon wieder Schluss: Der WM-Kampf spitzt sich beim einmaligen Gastspiel in Malaysia weiter zu, der Formel 1 droht am Sonntag (9 Uhr/Sky) ein Stresstest der besonderen Art mit hohen Temperaturen, extremer Luftfeuchtigkeit und monsunartigen Regenfällen. „Du brauchst ein bisschen mehr Unterwäsche“, gab der bisher letzte Malaysia-Sieger Max Verstappen einen Tipp für die kommenden Tage. Die Verantwortlichen riefen schon mal die Hitzewarnung aus.
Dem Kampf um den WM-Titel hat die zunächst ungeplante Rückkehr in die Sauna von Sepang eine weitere heftige Belastungsprobe beschert: Nur eine Woche später geht es in Singapur weiter. 66 Punkte hat Antonelli noch Vorsprung. Üppig, wenn der 20 Jahre alte Italiener sich keine zu großen Patzer leistet wie zuletzt beim Qualifying in Aserbaidschan.
Das Rennen am Sonntag ist offiziell der Große Preis von Bahrain, der aufgrund des Krieges in der Region nun in Sepang nachgeholt wird. Auch die WM-Läufe in Katar und Abu Dhabi stehen auf der Kippe. Die Pläne, das Finale in Imola stattfinden zu lassen, stoßen bei Fahrern wie Bottas auf wenig Begeisterung. Laut dem Finnen hätten alle Fahrer ein Schreiben der italienischen Behörden erhalten, wonach ihre steuerlichen Verpflichtungen der vergangenen sieben Jahre überprüft würden – mit möglicher Gefängnisstrafe. Bottas: „Kein Fahrer möchte derzeit wirklich in Italien fahren.“SID, RB