Eine Nervensäge und besondere Strafzettel

von Redaktion

Wiesn-Blaulicht Doppelt teures Herbstfest

Biermarkerl, Hendlmarken oder andere Gutscheine verteilt die Rosenheimer Polizei natürlich nicht. Andere „Markerl“ werden während der Herbstfestzeit schon ausgegeben. Die haben zwar keinen Einlösewert – ganz im Gegenteil: Es kann teuer werden für den Marken- beziehungsweise Ticketbesitzer. In diesem Fall sind damit die zahlreichen Parksünder rund um das Wiesngelände gemeint. Die Parkmoral im Umfeld des Festgeländes lässt nämlich auch heuer teilweise deutlich zu wünschen übrig. Oftmals wird im Halteverbot, auf Behindertenstellplätzen oder in Anfahrtszonen für Rettungskräfte geparkt. „Eine Vielzahl von Verkehrsverstößen mussten während der Wiesn bisher geahndet werden. Rund 300 Verwarnungen wurden bisher ausgestellt“, teilt Wiesnwachen-Sprecher Polizeihauptkommissar Robert Maurer mit. „Derf i mi dazu sitz‘n?“, „Habt‘s no a Platzal?“ Solche Fragen werden in den Bierburgen häufig gestellt. „Oft ist die Geselligkeit passend, Platz ist da und warum dann a ned. Freilich ruck‘ ma zam“, schrieb die Polizeiinspektion Rosenheim. Im Fall eines 46-jährigen Mannes aus Dachau lief dies jedoch ganz anders. Denn der Trunkenbold setzte sich ungefragt an zahlreiche Tische und ging den dortigen Besuchern dann sofort gehörig auf die Nerven, so dass die Stimmung schnell auf den Tiefpunkt absackte. Die Wiesnwache musste eingreifen. Und weil der Mann dann auch noch uneinsichtig war, aufbrausend und aggressiv wurde, zückten die Beamten für den Dachauer die Rote Karte.

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