Kaffeeduft à la Festwiese

von Redaktion

Dinzler kreiert ersten bayerischen Wiesn-Kaffee

Rosenheim/Irschenberg – Die Kaffeerösterei Dinzler hat pünktlich zur fünften Jahreszeit eine neue Sonderedition auf den Markt gebracht. Doch wie schafft man es eigentlich, den Geschmack der Festwiese ganz ohne künstliche Aromen in die Kaffeetasse zu bringen? Im exklusiven OVB-Interview verrät Katrin Richter das Geheimnis hinter der bayerischen Kaffeeneuheit.

Woher kam die Idee, einen Dinzler-Wiesn-Kaffee auf den Markt zu bringen?

Katrin Richter: Schon seit vielen Jahren haben wir mit der Festtagsmischung zu Weihnachten und dem Osterkaffee beziehungsweise Osterespresso zwei sehr beliebte, saisonale Produkthighlights im Sortiment. Während der Wiesnzeit stecken wir gleichzeitig auch in den finalen Vorbereitungen für die Weihnachtszeit und verbringen sehr viel Zeit mit dieser Sonderedition. Und so kam eins zum anderen.

Heißt konkret?

Richter: Vergangenes Jahr im September haben wir uns gefragt, warum es eigentlich von keiner bayerischen Kaffeerösterei zu dieser besonderen fünften Jahreszeit einen passenden Kaffee gibt. Wir haben uns die Frage gestellt, ob es klappen würde, Aromen, die an die Wiesn erinnern, in einem Kaffee sensorisch abzubilden.

Was unterscheidet diese Sorten geschmacklich von anderen?

Richter: Für uns sind beide Sorten wie ein Streifzug über die Festwiese. Es gibt sicher einige verschiedene Blickwinkel, um die Frage zu beantworten: Wenn man es auf die Sensorik herunterbrechen will, kommt das vor allem durch die Noten, die an gebrannte Mandeln, das Malz von Brezen oder Schokofrüchte erinnern. Natürlich ohne, dass wir Aromen hinzufügen. Das ist rein die Auswahl der Bohnen, die diesen Geruch und diese Aromatik erzeugen.

Und optisch?

Richter: Optisch haben wir uns bei der Edition an den Dingen orientiert, die auf einer Festwiese für uns auf keinen Fall fehlen dürfen. Lebkuchenherz, Schausteller, Tracht und Bier sind hier besondere Hingucker.

Wie aufwendig ist es, eine neue Sorte zu entwickeln?

Richter: Für uns sind solche Projekte vor allem möglich, weil wir so gut wie alles selbst machen. Angefangen bei der Kaffee-Mischung, die wir – wie jede unserer Mischungen – in einem internen Gremium zusammensetzen und stetig verkosten, über das Verpackungsdesign bis hin zur Vermarktung und dem Vertrieb: Das kommt alles direkt von Dinzler mit kurzen Wegen und schnellen Entscheidungen. Für uns ist das ein wichtiger Baustein, um solche Projekte von der Idee weg direkt umsetzen zu können.

Wie ist der Verkauf angelaufen?

Richter: Wir sind recht zufrieden, wie der Kaffee angenommen wird. Gerade bei Produkten, die es so bisher nicht gab, ist es immer eine kleine Überraschung, was dann wirklich passiert, wenn der erste Newsletter und der Social-Media Post rausgehen oder man das erste Mal mit Kunden darüber spricht. Wir freuen uns sehr über das erste Feedback und sind gespannt, was die Wiesn-Saison in Rosenheim und München noch für den Wiesn-Kaffee bereithält.

Wie viele Packungen werden in der Regel hergestellt?

Richter: Da es das erste Mal ist, wissen wir das noch gar nicht so genau. Wir rösten unseren Kaffee immer wieder laufend frisch und sind gespannt, wie das Produkt dieses Jahr bei der Premiere angenommen wird.

Ist es vorstellbar, dass die Sorte auch länger im Sortiment bleibt?

Richter: Das Wichtigste ist erst einmal, zu sehen, wie die Sorten dieses Jahr angenommen werden. Vielleicht ist es möglich, dass sie neben dem Oster- und Weihnachtskaffee zu einer saisonalen Sonderedition werden könnte. Wir würden uns freuen, wenn wir jedes Jahr mit dem Wiesn-Kaffee noch etwas mehr bayerische Tradition bei uns reinbringen können.

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