Rosenheim – Die Polizei zeigt sich zufrieden nach dem friedlichen und fröhlichen Wiesnstart. „Die gelöste Stimmung am Sonntag auf dem Festplatz und in den Festzelten konnte auch durch einige wenige Störenfriede nicht bedeutend gestört werden“, sagt Robert Maurer, der stellvertretende Chef der Polizeiinspektion Rosenheim.
Rettungswege und Behindertenparkplätze waren Schwerpunkt bei der Verkehrsüberwachung. Wie am Eröffnungstag, so mussten auch am Sonntag erneut verbotswidrig abgestellte Fahrzeuge abgeschleppt werden. Neun Verkehrsteilnehmer dürften überrascht gewesen sein, als sie bei Rückkehr zum Auto feststellen mussten, dass das Fahrzeug „verschwunden“ war. Zusätzlich zum Umstand schlagen nun für die fehlende Parkmoral der Fahrer auch noch ein Verwarnungsgeld und Abschleppkosten in Höhe von rund 400 Euro zu Buche.
Polizei als Schuhmacherei – „um ehrlich zu sein, ein Meisterstück wurde da nicht von der Polizei kreiert“, gesteht Maurer. Aber als ein Wiesnbesucher hilfesuchend bei den Beamten erschien und dabei seine abgerissene Schuhsohle vorzeigte, war Not am Mann. Da es bei der Wiesnwache am nötigen Schuhmacher-Fachwissen mangelte und schon gar nicht geeignetes Reparaturwerkzeug vorhanden war, wurde das polizeiinterne „Notfallschuhreparaturprogramm“ abgerufen. Klebeband ringsrum, gut und fest angedrückt und fertig ist das gute Stück.
Wie lang die Eigenproduktion dann hielt, ist der Wiesnwache nicht bekannt. Zumindest wollte der Besucher nur noch ein Fahrgeschäft besuchen und dann eh nach Hause gehen.