Kuriose Einsätze beschäftigen die Rosenheimer Wiesnwache

von Redaktion

Wiesn-Blaulicht Am Maurer-Montag war was los

Chinesische Irritationen: Direkt vor dem Eingang eines Biertempels zog ein 45-jähriger chinesischer Staatsangehöriger plötzlich „blank“ – sehr zum Leidwesen der umstehenden Festgäste. Der zuvor einverleibte Gerstensaft drückte dem Mann wohl so stark in seine unteren Regionen, dass es plötzlich aus ihm gerade so herausströmte und sprudelte. „Aber so geht es halt dann auch wieder nicht und dem aktuell in München wohnenden Chinesen wurde ein Wiesnverbot ausgesprochen“, teilte die Polizeiinspektion Rosenheim dazu mit. Ein Alkoholtest beim „Blanko-Chinesen“ ergab zwei Promille.

„Ja, i bin mit‘m Radl da“ – oder jetzt bald nicht mehr: Denn kurz nach Betriebsende auf dem Herbstfest führten Beamte der Rosenheimer Verkehrspolizei in der Kufsteiner Straße eine Verkehrskontrolle durch. Dabei fiel ein Radlfahrer auf, der den Einsatzkräften zunächst in Schlangenlinien entgegenfuhr und dazu einen großen Teil der Fahrbahn benötigte. Kurz vor seiner Anhaltung „hüpfte“ der 20-jährige Rosenheimer dann vom Radl und schob ganz plötzlich. Doch da war es schon zu spät und mit seinen annähernd zwei Promille wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet.

Keine Spur von Bond, James Bond: Als verdeckt tätiger Geheimagent, als Ermittler, der observiert, oder vielleicht als schlauer Privatdetektiv – für all diese Tätigkeiten scheint ein 50-jähriger Italiener aus Brixen (Südtirol) völlig ungeeignet zu sein. Völlig offensichtlich und vor allem in total nerviger Art und Weise dackelte der Trunkenbold nämlich einer Bedienung in einem Zeltbetrieb ständig hinterher. „Trotz mehrfacher Aufforderung, dies jetzt endlich zu unterlassen, marschierte er entschlossen weiter und setzte seine Verfolgungsmaßnahmen fort“, teilte die Polizei mit. Letztlich schritt die Wiesnwache ein und zeigte dem mit knapp zwei Promille alkoholisierten „Geheimagenten“ die Rote Karte für die Rest-Wiesn.

„Der Bagger baggert noch“ – sangen Torfrock einst. Umfangreiche Erdbewegungsarbeiten konnten aber bisher auf dem Festgelände durch die Wiesnwache nicht festgestellt werden. Auch der durch Mike Krüger bekannte „Bodo mit dem Bagger“ war trotz intensiver Ermittlungen nicht anzutreffen. Also könnte am Maurermontag eine „Fachkraft für ziegelbedingte Steinaufstapelung“ tätig gewesen sein – das vermutet zumindest die Rosenheimer Polizei. Fest steht nämlich: Kurz vor Betriebsschluss wurde von den Einsatzkräften eine herrenlose Baggerschaufel auf dem Festgelände aufgefunden. Die ermittlungsstarken Beamten erkannten jedoch schnell, dass kein Erdaushub geplant war. Die Schaufel stammte nämlich aus einem Fahrbetrieb und wird dort eigentlich als Dekomaterial verwendet.

Zehnmal am Haken: Nein, nein, die Rede ist hier nicht von einem besonders lebensmüden Fisch. Die Truppe der Wiesnwache griff durch: In knapp drei Stunden baumelten insgesamt zehn Fahrzeuge von unbelehrbaren Autofahrern am berühmten Haken. Die Verkehrsteilnehmer hatten Behindertenparkplätze und/oder Rettungswege zugeparkt. „Konsequent erfolgte deshalb die Abschleppung der zehn Fahrzeuge“, so die Polizei abschließend. Auf die Fahrzeughalter dürften nun erhebliche Kosten zukommen.

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