Kurz vor Jahresschluss kommt der türkisch-bayerische Kabarettist Django Asül um die Ecke gebraust, um in den „Rückspiegel“ zu schauen. Denn: „Wer nach vorne fährt, sollte den Blick nach hinten nicht vergessen. Was in der räumlichen Dimension angebracht ist, kann also für die zeitliche Dimension nicht schlecht sein.“ Heute Abend sendet das BR Fernsehen Asüls wortgewaltigen Streifzug durch große Politik und kleine Begebenheiten. Um 20.15 Uhr beginnt seine satirische Bilanz des zu Ende gehenden Jahres. Wir haben den 45-Jährigen gebeten, uns fünf Tops und Flops des Jahres herauszugreifen. Bitte sehr!
-TOPS
1. Martin Schulz
War drei Monate lang der Aufsteiger und dann neun Monate der Absteiger des Jahres. Läuft selbst im ausgetrockneten Flussbett elegant übers Wasser.
2. Horst Seehofer
Merkt im allerletzten Moment, dass er im Grunde seines Herzens ein Söder-Fan ist.
3. Markus Söder
Merkt im allerletzten Moment, dass er im Grunde seines Herzens ein Seehofer-Fan ist.
4. Angela Merkel
Niemand will mit ihr so recht regieren. Aber sie bleibt an der Macht. Dadurch definiert sie die „MeToo“-Kampagne völlig konträr: Es geht nur mit ihr.
5. Jupp Heynckes
Revitalisierte den FC Bayern und bleibt, bis die nächste Bundesregierung steht. Also noch drei Jahre.
-FLOPS
1. DFB
Schafft es durch die Einführung des Videobeweises, aus klaren Fehlentscheidungen eindeutige Fehlentscheidungen zu machen.
2. Paradise Papers
Wer hätte gedacht, dass Asozialismus mit viel Geld viel leichter ist als ohne Geld?
3. EU
Erlaubt Steueroasen in der Europäischen Union und schafft damit eine Art Riester-Rente für Milliardäre.
4. Donald Trump
Enttäuscht seine Fans, weil Amerika immer noch nicht von einer Mauer umgeben ist.
5. Ein 14-jähriger Bub aus Braunschweig
Gab sich im Bordell als 20-Jähriger aus und landete im Polizeibericht, weil er mit den dort erbrachten Leistungen nicht zufrieden war und ausrastete.