Ihre Hörner, denen man eine heilende, aber auch eine aphrodisierende Wirkung nachsagt, werden ihnen zum Verhängnis. Wilderer jagen in Afrika gnadenlos Elefanten und Nashörner – mit dramatischen Folgen. Davon berichtet die Reportage „Hannes Jaenicke – Im Einsatz für Nashörner“, die heute um 22.15 Uhr im ZDF zu sehen ist. Der 57-jährige Schauspieler hat dazu das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn in Kenia besucht. Zu dessen kleinen Familie gehören noch Tochter und Enkelin – es sind die letzten Exemplare ihrer Art.
In Südafrika leben derzeit noch etwa 20 000 Exemplare des Südlichen Breitmaulnashorns und rund 5000 Spitzmaulnashörner. Allein in Afrika werden jeden Tag drei Nashörner getötet. Ein Horn kann bis zu vier Kilo schwer werden, auf dem Schwarzmarkt ist ein Kilo allein 50 000 Euro wert.
Jaenicke stellt sich und damit auch dem Zuschauer kritische Fragen, denen man sich nicht so leicht entziehen kann. Mit seinem neuesten Beitrag hat er es zum ersten Mal mit einem Tier zu tun, „das tatsächlich jetzt gerade ausstirbt“. dpa