Was davon ist zu gebrauchen?

von Redaktion

In der neuen, von Stefan Raab erdachten Show „Das Ding des Jahres“ entscheiden Jury und Publikum über Erfindungen

Von Dieter Paul Adler

Es ist ein Comeback – aber es findet hinter den Kulissen statt. Rund zwei Jahre, nachdem Stefan Raab seinen Rückzug vom Bildschirm verkündet hat, mischt er wieder mit. Heute Abend (20.15 Uhr) startet „Das Ding des Jahres“ bei Pro Sieben, eine neue Show, die der 51-Jährige entwickelt hat und nun auch produziert. Insgesamt 40 Tüftler stellen darin besondere Erfindungen vor. Was genau die Kandidaten entwickelt haben, will der Sender nicht vorab verraten. Es geht aber um Innovationen, die das Leben erleichtern sollen.

Begutachtet werden die „Dinge“ von einer Jury, bestehend aus Lena Gercke, Joko Winterscheidt und „Rewe“-Einkaufschef Hans-Jürgen Moog. Sie nehmen die Erfindungen stellvertretend für das Publikum unter die Lupe, sie testen, sie fragen die Entwickler und geben schließlich ihr persönliches Urteil ab, bevor das Studiopublikum die tatsächliche Entscheidung fällt. Es geht um die Frage: „Was können Sie besser gebrauchen?“ Am Ende wählt das Publikum aus den Siegern aus vier Folgen eine Erfindung aus, die sich für das Live-Finale qualifiziert. Dort stimmt dann „ganz Deutschland“ (Pro Sieben), also die Fernsehzuschauer, per Voting darüber ab, was „Das Ding des Jahres“ ist und welcher Erfinder einen lukrativen Werbedeal (2,5 Millionen Euro) gewinnt.

Durchschnittlich zweieinhalb Jahre haben die Erfinder nach Senderangaben in die Entwicklung ihrer Produkte gesteckt. Der älteste Tüftler ist 74 Jahre alt, die jüngsten sind 29. Im echten Leben arbeiten die Erfinder als Kraftfahrer, Juristen oder Werbetexter.

„Das Ding des Jahres“ ist nicht die erste Erfindershow im deutschen Fernsehen. Seit Jahren feiert der Privatsender Vox mit dem Format „Die Höhle der Löwen“ große Erfolge. Dort entscheiden Investoren, ob sie ihr Geld in Produkte oder Geschäftsideen stecken. Ob Raabs neue Show den „Löwen“ Konkurrenz machen soll? Gerne hätte man mit Raab über sein Konzept gesprochen. Doch der Entertainer steht für Interviews nicht zur Verfügung. Ein Sprecher von Pro Sieben erklärt: „Er möchte hinter den Kulissen bleiben – auf seinem Platz.“

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