Die gebürtige Mainzerin Paula Beer sorgte bereits als 14-jährige Schülerin durch ihre Hauptrolle in Chris Kraus’ Spielfilm „Poll“ (2010) für Furore, für den sie unter 2500 Kandidatinnen ausgewählt wurde. Seitdem war sie bereits in mehreren Kino- und Fernsehfilmen zu sehen, drehte unter anderem mit Peter Sehr, Volker Schlöndorff und Francois Ozon.
-Wie würden Sie Jana beschreiben?
Sie ist hochintelligent und sehr motiviert. Zunächst ist noch unklar, wie sie sich entwickeln wird. Doch Enttäuschungen im privaten Bereich, aber auch der Erfolg im Beruf prägen sie zunehmend. Um sich richtig wohl zu fühlen, sucht sie sich die Sicherheit, die ihr bislang gefehlt hat, und die glaubt sie im Job zu finden. Dadurch gerät sie immer stärker in ein Laufrad, aus dem sie so schnell nicht wieder herauskommt. Ihr familiäres Leben bleibt auf der Strecke, und sie lernt bald, sich nur auf ihr eigenes Wort zu verlassen.
-Das Tempo der Serie ist ja ziemlich rasant.
Oh ja! So schnell, wie die Serie erzählt ist, so schnell ist wohl auch das Milieu, in dem sie spielt. In diesem Milieu muss man immer in der ersten Reihe sein, und Nein zu sagen geht auch nicht – sonst ist man ganz schnell weg vom Fenster. Der Druck nimmt ständig zu, aber auch die Faszination. Sobald Jana in dieser Blase drin ist, samt dicker Limousine und fetter Wohnung, versteht sie den Kontext ihres Jobs ganz anders. Ich kenne mich in der Bankenwelt überhaupt nicht aus, aber allzuweit entfernt von der Realität ist „Bad Banks“ ganz sicher nicht.
-Haben Sie ein Faible für bestimmte Figuren?
Nein – das hängt wirklich von der Geschichte ab, und ob ich mit der etwas anfangen kann. Ich konnte mich mir anfangs nicht als Bankerin vorstellen, aber beim Casting hat sich dann eine gewisse Dynamik entwickelt. Ich nehme mir auch nicht zu viel auf einmal vor.
Das Gespräch führte
Klaus Braeuer.