Zwei Krimis, die in Österreich spielen, innerhalb von drei Tagen: Im Ersten ist an diesem Samstag um 20.15 Uhr das „Steirerkind“ mit Miriam Stein zu sehen, bereits am Montag folgt im ZDF um 20.15 Uhr „Die Toten von Salzburg: Zeugenmord“ mit Michael Fitz.
Im „Steirerkind“ schauen wir zwei sich launig piesackenden Ermittlern bei ihrer Suche nach dem Mörder eines Toten zu, der im Schnee gefunden wurde. Es ist was los im neuen Alpenkrimi der ARD: Ein Umweltaktivist, der die Skipiste mit „einer kleinen Überraschung“ für die Sportler vermint; Tabledance-Girls, denen die Gäste der örtlichen Szenebar bei schwülem Rotlicht lüstern auf die nackten Hinterteile starren; dann noch ein handfester Streit unter Einheimischen im Wirtshaus. Und das alles im eigentlich idyllischen österreichischen Wintersportort Schladming zwei Tage vor dem internationalen Wettbewerb Nightrace, zu dem zehntausende Zuschauer erwartet werden. Regisseur Wolfgang Murnberger inszenierte seinen vor allem wegen seines Dialogwitzes originellen Krimi in rasant gefilmten Bildern.
Ganz ähnlich ist das bei Ösi-Krimi Nummer 2: Die erste Episode der Reihe „Die Toten von Salzburg“ wurde beim österreichischen Film- und Fernsehpreis Romy bereits ausgezeichnet. Nun geht es weiter mit „Zeugenmord“. Salzburg ist ein Sehnsuchtsort für Touristen aus aller Welt, die von den alljährlichen Festspielen, der stolzen Festung Hohensalzburg und der malerischen Alpenkulisse träumen. Mit diesen Assoziationen spart auch der neue Fall der noch jungen Fernsehfilmreihe nicht. Darüber hinaus gibt es mit dem lässig-charmanten querschnittsgelähmten Ermittler Major Peter Palfinger (Florian Teichtmeister) einen ungewöhnlichen Beitrag zum Thema Inklusion. Und in dessen aufgezwungener Zusammenarbeit mit dem eher klobigen bayerischen Kommissar Hubert Mur (gespielt von Michael Fitz, der von 1992 bis 2007 als Carlo Menzinger im Münchner „Tatort“ ermittelte) viel Gelegenheit, über österreichisch-deutsche Mentalitätsunterschiede zu witzeln.
Denn auch wenn Deutsche und Österreicher eine Sprache sprechen: Manche Begriffe – etwa rund um Krimihandlungen – unterscheiden sich. Damit Sie für die beiden Krimis gerüstet sind, hier ein Überblick über die wichtigsten Vokabeln:
-Knallt’s im Film, liegt’s allzuoft an der Puffn, die der Übeltäter gezückt hat. Zu Hochdeutsch: Pistole.
-Nach dem Schuss kommt der Kieberer (Polizist) und legt dem Pücher (Gauner) die Achter (Handschellen) an. Denn Okrageln (jemanden umbringen) ist auch bei unseren österreichischen Nachbarn nicht erlaubt.
-Und was passiert mit dem Opfer? Das endet beim Pompfineberer (Leichenbestatter). Wo ein Hinicher (Toter) hingehört.
-Derweil der Täter eikastelt (in den Knast gesteckt) wird. Ohaun (Fliehen) aus dem Häfn (Gefängnis)? Das gelingt nur den größten Filutierern (Betrügern).
-Auf Spurensuche machen sich derweil die Kommissare. Und kümmern sich um weitere Gfrastsackl (Schlawiner) – vom Mörder bis zum Taschlzieher (Taschendieb). Eine ihrer häufigsten dienstlichen Betätigungen: Zeugen, potenzielle Täter und deren Angehörige einvernehmen (jemanden verhören). mm/dpa