Die Blaulicht-Bilanz

von Redaktion

Gestern lief der letzte Sonntagskrimi der Saison im Ersten – Zeit, auf Höhepunkte und Tiefschläge zurückzublicken

Von Stefanie Thyssen

Der Schwarzwald wurde zum „Tatort“-Revier, Kopper quittierte seinen Dienst, und das Münster-Team ermittelte im Zoo. Alles passiert in der „Tatort-Saison 2017/18. Auch der „Polizeiruf 110“ sorgte für Schlagzeilen: Der Münchner Ermittler Hanns von Meuffels (Matthias Brandt) hat seinen Abschied angekündigt, und gestern lief mit der Folge „In Flammen“ einer der besten Fälle der vergangenen Monate. Ein Highlight zum Schluss, denn ab nun ist Sommerpause! Zeit für die große Blaulicht-Bilanz.

Der erfolgreichste Fall

Die Münsteraner Axel Prahl und Jan Josef Liefers sind die Quoten-Könige der Saison! Die Folge „Gott ist auch nur ein Mensch“ (19.11.2017) sahen 13 Millionen Zuschauer!

Der größte Aufreger

Ein Porno-„Tatort“! Aus München! Die Folge „Hardcore“ (8.10.2017), sorgte für reichlich erhitzte Gemüter. Es ging vor allem um die Frage, ob der Film um 20.15 Uhr laufen durfte. 9,12 Millionen waren dabei, als Batic (Miro Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) in der Sexfilmbranche ermittelten.

Die irrste Geschichte

Bei der Folge „Meta“ handelte es sich um einen Film im Film im Film. Die Kommissare Nina Rubin (Meret Becker) und Robert Karow (Mark Waschke) ermittelten im Umfeld der Berlinale, und von den 10,23 Millionen, die am 18. Februar einschalteten, dürften sich einige gefühlt haben wie im falschen Film.

Der schlechteste Film

Zugegeben, „Waldlust“ (4.3.2018), der zweite „Tatort“ mit improvisierten Dialogen, war besser als der erste „Impro-Krimi“ aus Ludwigshafen. Aber immer noch schlechter als alles, was sonst so lief am Sonntagabend. Die Zuschauer fanden es so lala: 8,23 Millionen schalteten ein.

Die reale Vorlage

„Der Fall Holdt“ hieß die Folge vom 5. November 2017, in der Charlotte Lindholm alias Maria Furtwängler den Mord an einer Bankiersfrau aufklären musste. Die Parallelen zum „Fall Bögerl“ waren offensichtlich. 10,22 Millionen Zuschauer waren dabei.

Ein Höhepunkt zum Schluss

Es heißt ja immer, der „Polizeiruf 110“ sei der kleine Bruder vom „Tatort“. Aber qualitativ läuft er ihm manchmal davon – vor allem, wenn Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau am Zuge sind. Wie gestern Abend. Es galt, den Mord an einer rechtspopulistischen Politikerin aufzuklären. Die AfD ließ – wie einige Male in der Krimisaison – grüßen. Der spannende, dichte und klug gebaute Krimi zeigte Haltung, ohne den Zeigefinger zu heben. Respekt!

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