Mein Wunschgast? Grönemeyer!

von Redaktion

Klaas Heufer-Umlauf startet heute die zweite Staffel seiner Late-Night-Show bei Pro7 und bekommt mehr Sendezeit

Er hat die Late-Night-Show zurück ins deutsche Fernsehen gebracht: Nach den Abgängen von Harald Schmidt, Stefan Raab und Thomas Gottschalk versuchte sich Klaas Heufer-Umlauf (34) Anfang des Jahres erstmals wieder an dem schwierigen Format. Es hat ganz gut funktioniert. Heute um 23.10 Uhr geht „Late Night Berlin“, so der Titel seiner Sendung, bei Pro7 in die neue Staffel. Im Interview verrät der Moderator, dass er künftig mehr Sendezeit bekommt und ob ihm sein TV-Partner Joko Winterscheidt in der Show fehlt.

-Zunächst ein Blick zurück auf die Show vor der Sommerpause: Gab es etwas, das Ihnen nicht gefallen hat?

Da gab es bessere und schlechtere Wochen. Das kenne ich aber auch von anderen Sachen, die ich mal angefangen habe. Ich brauche immer etwas Zeit, unabhängig von äußeren Einflüssen, ob das nun positiv oder negativ ist. Klar muss auch ich mich erst an ein neues Studio gewöhnen. Aber irgendwann weiß ich: Ach, da steht die Kamera, hier muss ich hin, und wenn ich so mache, habe ich Schatten im Gesicht.

-Ab Mitte Oktober soll es donnerstags zusätzlich vier Mal eine Show geben. Warum das?

Da gibt es ganz unterschiedliche Motive. Mein Grund ist, dass ich jede Möglichkeit für zusätzliche Sendeplätze gerne wahrnehme, weil ich das Gefühl habe, je mehr man davon umsetzen kann, desto besser ist das für die Entwicklung.

-Würden Sie die Show denn am liebsten noch häufiger machen?

Das würde schon gehen.

-Sie würden lieber zwei Shows pro Woche senden als eine?

Ja, das liegt vielleicht auch im Wesen eines Fernseh-Heinis, dass man am liebsten möglichst oft im Fernsehen wäre. Und man muss ja auch kein Geheimnis daraus machen.

-Gab es in der Show mal Situationen, in denen Sie gedacht haben: schade, dass Joko jetzt nicht dabei ist?

Ach ja, als Freund hätte ich ihn gerne immer dabei. Und als Bruder, den ich mir nicht ausgesucht habe. Ich habe mit Joko ja noch viel zu tun, weil wir eine gemeinsame Firma haben. Und die Late-Night-Show ist für ihn als Produzent genauso seine Sendung wie meine. Umgekehrt hänge ich an all seinen Shows auch als Produzent.

-Bleibt die Mischung der Themen oder gibt es zum Beispiel mehr Politik angesichts der aktuellen Entwicklungen in Chemnitz und anderswo?

Vor einem halben Jahr sah die Welt ja nicht wesentlich besser aus. Chemnitz war natürlich noch mal ein Tiefpunkt. Immer wenn man denkt, es war Ground Zero, kommt einer und baut einen Keller. Um die Haltung der Sendung und die Bedeutung solcher Themen muss man sich aber gar keine Gedanken machen. Das wird auch weiterhin stattfinden.

-In der ersten Sendung ist Anke Engelke zu Gast. Wen würden Sie noch gerne auf Ihr Sofa setzen?

Ich belästige regelmäßig Herbert Grönemeyer, das kann ich ja ausplaudern. Der hat gerade wahnsinnig viel zu tun, aber der wird noch kommen. Ansonsten haben wir viele tolle Bands, obwohl Musik ja nicht den besten Ruf hat unter Quotenanalysten. Es ist schon eine senderübergreifende Weisheit, dass Musik die Quoten nicht nach oben treibt. Aber ich finde, Musik gehört dahin. Das ist mein Beitrag zum Bildungsfernsehen.

Das Gespräch führte Andreas Heilmann.

Artikel 2 von 2