…und los geht die Fahrt!

von Redaktion

Kurz vor dem Start der Serie „Das Boot“ gewährte der Bezahlsender Sky erste Einblick in die Produktion

Von Katja Kraft

Nächste Woche startet „Babylon Berlin“ im kostenlosen Fernsehen. Diese gigantisch erfolgreiche Serienproduktion von Sky und ARD. Der Bezahlsender hat damit bekanntlich einen Quotenhit gelandet. Nun stellt sich die Frage: Was kann da als Nächstes kommen?

„Wir wollten wieder etwas Großes machen“, sagt Sky-Filmchef Marcus Ammon. Das ist geglückt. Nicht weniger als eine Weiterführung des Wolfgang-Petersen-Klassikers „Das Boot“ sollte es werden. Am Freitag durften ausgewählte Journalisten in der Cinema Lounge im Bayerischen Hof die ersten beiden der insgesamt acht Folgen anschauen. Spoilern verboten, völlig klar. Aber fest steht, dass man gern weitergeschaut hätte. Denn wenn Ammon von dem Anspruch erzählt, sich nicht hinter US-amerikanischen Serienproduktionen verstecken zu wollen, dann darf man festhalten: Das ist gelungen. Dem alten Pott wurde ordentlich Diesel nachgefüllt – und los geht die Fahrt durch raue Gewässer!

Ab 23. November kann jeder Sky-Kunde mit an Bord gehen. Am besten mit einem Gerät, das das sogenannte Dolby Atmos for Home unterstützt. Heißt: Klang nicht nur von allen Seiten, sondern zusätzlich von oben. „Damit spüren Sie noch mehr diese beklemmende Atmosphäre des beengten U-Bootes“, sagt Moritz Polter von der Bavaria Fiction, die das Projekt zusammen mit Sky und der Sonar Entertainment produziert hat. Tatsächlich hat Komponist Matthias Weber eine Klangwelt kreiert, die es mit Klaus Doldingers legendärem Soundtrack der Verfilmung von 1981 aufnehmen kann. Sanft fügt er immer wieder Doldingers „Boot“-Melodie ein. Wie das ganze Projekt also kein Remake von Petersens „ikonischem Filmwerk“ (O-Ton Ammon) ist, sondern eine Mischung aus Hommage und Weiterführung. Übrigens zwar angelehnt an Lothar-Günther Buchheims Buch „Die Festung“, allerdings haben die Drehbuchautoren eine ganz neue Geschichte erdacht. Eine, soviel wird deutlich, in der das Thema Krieg aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird. Und die sind, anders als bei einem U-Boot-Film zu erwarten, durchaus auch weiblich.

Die Länge der Episoden variiert zwischen 52 und 60 Minuten. Die neuen Sehgewohnheiten erlauben es, sich da nicht vorab ein Korsett anzulegen. „Eine Geschichte braucht eben so lange, wie sie braucht, um unterhaltsam erzählt zu werden“, findet Ammon. Gedreht an 105 Tagen in vier Ländern und in drei Sprachen. Bereit, die Welt zu erobern. Bei „Babylon Berlin“ waren die Macher schon vor der ersten Ausstrahlung siegessicher. Und auch hier hat man das Gefühl: Das könnte eine spannende Fahrt werden.

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