Auf dem Gipfel des Erfolgs

von Redaktion

Sie bescherten dem ZDF zuletzt Topquoten, jetzt starten „Die Bergretter“ in die zehnte Staffel

VON ALEXANDRA KORIMORTH

Feierlaune am Set der „Bergretter“ in Ramsau am Dachstein – es sind die letzten Drehtage für die zehnte Staffel der ZDF-Serie, die um eine Folge länger wird als alle vorhergehenden, aber vor allem

actionreicher, spannender, emotionaler. Heute um 20.15 Uhr geht’s los – mit der Episode „Sorgerecht“.

Die Truppe um den von Markus Ströbel gespielten Bergwachtchef Markus Kofler hat sich in der Gunst des Publikums weit nach vorne gespielt. Die Zuschauerzahl der neunten Staffel war mit im Schnitt 5,52 Millionen (Marktanteil: 17,65 Prozent) sehr hoch, die Staffel die beste seit fünf Jahren, erfährt unsere Zeitung im Gespräch mit dem Filmteam. Deshalb gab das ZDF erstmals grünes Licht für sieben anstatt nur sechs Staffelfolgen. Sie entstanden über das Jahr hinweg in drei Drehblöcken und sehr zur Freude des Teams, das, wie Schauspieler Robert Lohr verrät, regelrecht zu einer Filmfamilie zusammengewachsen sei.

Lohr muss es wissen. Denn als Hubschrauberpilot Michael Dörfler ist er seit der ersten Staffel mit dabei. Mit einem Augenzwinkern meint Lohr, er sei der Serie eng verbunden und als Bergretter tatsächlich beständiger und sesshafter als im echten Leben. Jedenfalls kann er sich nicht erinnern, sonst irgendwo eine ganze Dekade immer wieder in derselben Wohnung, die das ZDF für die Dauer der Dreharbeiten angemietet hat, Quartier bezogen zu haben.

Nach dem Grund für seine Verbundenheit muss man nicht lange fragen. „Die lassen mich fliegen. Und freies Fliegen ist einfach toll“, erzählt Lohr von seiner Grundausbildung zum Hubschrauberpiloten, die er für die Rolle absolvieren durfte, damit seine Einsätze auch authentisch rüberkommen und obendrein jene gigantischen Bergansichten liefern, für die die Serie berühmt ist: „Das ist ein großes Privileg. So wie ich auch die ganze Arbeit an der Serie als Privileg empfinde.“

„Die Bergretter“ sind aufwendig und größtenteils direkt am Berg produziert. Sämtliche Bergsportarten werden thematisiert. Das Bergkrimimelodram ist – bei aller dramaturgischen Verdichtung – sehr nah dran an der Wirklichkeit, die auf Höhen bis zu knapp 3000 Metern eben nicht nur ergreifend schön, sondern auch gefährlich sein kann. Die Bergwelt ist nicht nur Kulisse, sondern spielt eine Hauptrolle. Auch das ein Faktor für den Erfolg der Serie.

Fordernd ist dieser Arbeitsplatz für die Schauspieler Sebastian Ströbel, Luise Bähr, Markus Brandl und Robert Lohr, die als Bergrettungsleiter Markus Kofler, Sanitäterin Katharina Strasser, Bergretter Tobias Herbrechter und eben als Hubschrauberpilot Michael Dörfler im Einsatz sind, allemal. Schließlich versuchen sie am Berg Verunglückte oder in Gefahr Geratene zu retten.

Ströbel, der seit vier Jahren die Hauptrolle spielt und sich als Markus Kofler sukzessive von einem Freigeist zum zuverlässigen Teamplayer entwickelt, verrät: „Diesmal wird es besonders spektakulär. Wir haben nicht nur den obligatorischen Autocrash, einen Lawinenabgang und Steinschlag, sondern auch eine Verfolgungsjagd auf Skiern und eine Rettung an den Kufen des Helikopters.“

Solche actionreichen Stunts, die den Vergleich mit Kinoproduktionen nicht zu scheuen brauchen, machen „Die Bergretter“ ebenso beliebt wie die zwischenmenschlichen Beziehungen, um die es sich in den Episoden auch immer dreht. Und auch da wird es in der zehnten Runde turbulent. Auch für Markus Kofler, der zwischen zwei Frauen steht. „Da gibt es allerlei Verwirrung“, erklärt Ströbel die Herausforderungen für seine Figur. Die sei in der zehnten Staffel hin- und hergerissen und immer noch nicht am Ziel. „Aber er gibt nicht auf, macht immer weiter und versucht im archaischen Kampf Mann gegen Berg das Beste aus einer noch so ausweglosen Situation herauszuholen.“

Selbst wenn Markus zu versagen droht, glaubt er an ein gutes Ende: „Das ist doch eine positive Botschaft für die Zuschauer, oder?“

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