Désirée im Glück

von Redaktion

Nach einem 2018 voller Freude warten auch heuer tolle Projekte auf Nosbusch

VON STEFANIE THYSSEN

Wenn’s läuft, dann läuft’s. Und für kaum eine gilt das im Moment so wie für Désirée Nosbusch. Als Schauspielerin ist sie noch einmal richtig durchgestartet. Und ihr privates Glück besiegelte sie per Trauschein – in einem traumhaften weißen Kleid. Für uns blickt die so schöne wie sympathische 53-Jährige auf 2018 zurück – und voraus auf ein neues Jahr mit spannenden Projekten. So bekommt sie heuer beispielsweise ihre eigene Krimi-Reihe.

„Bad Banks“

Die ZDF-Serie „Bad Banks“ nahm die Zuschauer Anfang des vergangenen Jahres mit in die Welt der Hochfinanz mit all ihren riskanten Geldgeschäften und Menschen, die ein adrenalingetriebenes Spiel um wirtschaftliche Interessen und persönlichen Ehrgeiz spielen. Désirée Nosbusch brillierte darin als eiskalte Bankenmanagerin Christelle Leblanc. Die Rolle war das Comeback der 53-Jährigen als Schauspielerin, „ein Sechser im Lotto“, wie sie selbst im Gespräch mit unserer Zeitung sagt. „Ich hatte schon seit einigen Jahren eine Sehnsucht nach einer Rolle, die mich als Schauspielerin ernst nimmt“, so Nosbusch. Eine Rolle, bei der nicht jeder „nur“ die Moderatorin vor der Kamera sehe. „Diese war es!“ Vor wenigen Wochen wurde die gebürtige Luxemburgerin für ihre Leistung von der Deutschen Akademie für Fernsehen (DAFF) als beste Schauspielerin in einer Nebenrolle ausgezeichnet. „Das war jetzt noch zum Jahresende die Kirsche auf dem Kuchen“, freut sich der TV-Star und verrät: Im Januar beginnen die Dreharbeiten zur zweiten Staffel. Nosbusch: „Die Zuschauer dürfen gespannt sein. Christelle Leblanc schreckt vor nichts zurück.“

„Der Irland-Krimi“

Ob es eine Belohnung für die gute Arbeit in „Bad Banks“ ist? Jedenfalls wird DésiréeNosbusch in diesem Jahr in ihrer ersten eigenen Reihe zu sehen sein. Die Dreharbeiten zu zwei Folgen des „Irland-Krimis“ sind gerade abgeschlossen. „Ein Stück meines Herzens und meiner Seele schweben immer noch durch Irland“, sagt die Schauspielerin kurz nach ihrer Rückkehr in ihre Berliner Wahlheimat ganz beseelt. Dabei habe sie „großen Respekt, um nicht zu sagen Bammel“ vor dieser Herausforderung gehabt. „Die Hauptfigur in einem Krimi darzustellen, ist eine große Verantwortung.“ Die Figur, die sie spielt, heißt Cathrin Blake und ist eine aus Deutschland stammende Psychologin und Therapeutin, die als Profilerin mit der irischen Polizei zusammenarbeitet. „Auf den ersten Blick wirkt Cathrin wie jemand, der sein Leben fest im Griff hat“, erzählt Nosbusch. „Aber darunter verbirgt sich eine sehr dunkle Seite, die immer wieder an die Oberfläche treten kann. Cathrin ist mir unter die Haut gegangen. Eine intensive und wunderbare Zusammenarbeit mit meinem Regisseur Züli Aladag.“ „Der Irland-Krimi“ soll auf dem Sendeplatz donnerstags um 20.15 Uhr laufen, ein Termin steht noch nicht fest. An der Seite von Nosbusch spielen Mercedes Müller, Rafael Gareisen und Vincent Walsh.

Privates Glück

2018 war für Désirée Nosbusch auch das Jahr der Liebe. Sie hat wieder geheiratet – den drei Jahre jüngeren Kameramann Tom Bierbaumer. Fühlt sich eine Hochzeit mit 53 anders an als mit Anfang 20? „Ich denke, vieles ist anders, wenn man älter wird“, so Nosbusch. „Man weiß vielleicht nicht immer, was man will, aber man weiß ganz genau, was man nicht mehr will.“ Sie habe schon einmal aus vollster Überzeugung und Liebe geheiratet (damals den österreichischen Filmkomponisten Harald Kloser, Vater ihrer Kinder Noah Lennon, geboren 1996, und Luka Teresa Gerda, geboren 1999). Und sie habe es jetzt wieder getan. „Tom ist ein großartiger Mensch, und ich kann mich 200 Prozent auf ihn verlassen“, sagt sie. „Wir respektieren uns und teilen die gleichen Werte im Leben. Und das Ganze mit sehr viel Humor. Ich kann sagen, ich bin richtig glücklich.“

Kampf für Tierrechte

Auf dem neuen Motiv der Tierrechtsorganisation PETA zeigt sich Désirée Nosbusch als Reptil. „Ich bin kein Modeaccessoire!“, steht darunter geschrieben – ein Appell an alle Verbraucher, kein Exotenleder zu kaufen. „Man muss sich vor Augen führen, dass für eine einzige Handtasche die Haut von vier Krokodilen verwendet wird“, so Nosbusch. „Den Tieren wird ohne Betäubung der Nacken aufgeschlitzt, und dann wird ihnen eine Metallstange ins Rückenmark gestoßen. Stellt sich da überhaupt noch die Frage, ob man so eine Tasche haben will? Nein, oder?“

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