von Redaktion

ZUR PERSON Franz Xaver Bogner

Zu seiner ersten Serienregie, „Familie Meier“ (1981 – 1983) mit Karl Obermayr und Marianne Lindner, kam er noch durch Zufall. Der ursprünglich vorgesehene Regisseur sei „plötzlich unauffindbar“ gewesen, erzählte Franz Xaver Bogner unserer Zeitung vor einigen Jahren in einem Interview. Es war der Beginn einer bis heute andauernden, intensiven Zusammenarbeit Bogners mit dem Bayerischen Rundfunk. Seitdem entstanden schon legendäre Produktionen wie „Irgendwie und sowieso“ (1986), „Zur Freiheit“ (1986/87) und „Café Meineid“ (1990 – 2003) sowie „München 7“ (seit 2003), „Der Kaiser von Schexing“ (2007–2011) und „München Grill/ Monis Grill“ (seit 2017). Doch der Sohn eines Eisenbahners aus Pliening im Landkreis Ebersberg drehte auch Kino- und Fernsehfilme, unter anderen „Madame Bäurin“ (1993) nach dem Roman von Lena Christ mit Julia Stemberger und Francis Fulton-Smith, „Das ewige Lied“ mit Tobias Moretti (1997) über die Entstehung des Weihnachtsliedes „Stille Nacht“ sowie „Einmal leben“ (1999) mit Kathi Leitner über eine Bäuerin, die die Diagnose erhält, unheilbar krank zu sein. Für sein Werk wurde der Absolvent der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film bereits vielfach ausgezeichnet, unter anderem je zweimal mit dem Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis, außerdem mit der Medaille „München leuchtet“ und dem Oberbayerischen Kulturpreis. Bis heute sei aller Anfang schwer, bekennt der so produktive Autor und Regisseur: „Wenn man Geschichten mit Seele schreiben will, startet man bei Null. Da hilft keine noch so gute Technik und keine Routine.“  rog

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