IN KÜRZE

Eine Ministerin sagt wortreich – nichts

von Redaktion

Ob in Talkshows die Positionen der Diskutanten immer klar werden, darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Insgesamt mehr Chancen, einen Politiker oder eine Politikerin „festzunageln“, haben Journalisten, wenn sie ihn oder sie einzeln befragen.

Dass auch das – trotz aller Bemühungen – nicht immer von Erfolg gekrönt ist, zeigte am Sonntag ein ZDF-Interview von „Berlin direkt“-Moderator Thomas Walde mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Walde versuchte in dem fünfminütigen Gespräch mehrmals, der Ministerin einen Standpunkt zum Thema Tempolimit zu entlocken, doch Schulze wich aus, verwies immer wieder entweder auf Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), der zuerst sagen müsse, was er wolle, allgemein auf „die Bundesregierung“ oder auf ein „Maßnahmenprogramm“, das im März vorliegen soll.

Entsprechend heftig fiel die Kritik an Schulze in den Sozialen Netzwerken aus. Von „Gelaber“, „Herumgeeiere“ und „Blamage“ war da die Rede, ein Twitterer schrieb, Schulze habe durch ihren Auftritt „die SPD auf ihrem Weg in die Bedeutungslosigkeit ein gutes Stück vorangebracht“.  rog

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