Vom gähnenden Gesicht bis zum Faultier, das lächelnd von einem Ast hängt: Die Chatverläufe in Sprachnachrichtenprogrammen werden künftig noch vielfältiger. 59 neue sogenannte Emojis sollen wohl im Laufe des Jahres für Smartphone-Nutzer verfügbar werden, berichtet das Portal „Emojipedia.org“.
Die Symbole wird es in verschiedenen Hauttönen und Farben geben, sodass die Gesamtzahl der neuen Motive künftig bei 230 liegt. Besondere Aufmerksamkeit erregt der neue Blutstropfen-Emoji. Das Kinderhilfswerk mit Sitz in Großbritannien setzt sich seit zwei Jahren dafür ein, die Monatsblutung mithilfe der bei Smartphone-Nutzern beliebten Piktogramme zu enttabuisieren. Im Frühling 2017 stimmten mehr als 54 000 Teilnehmer eines Wettbewerbs darüber ab, wie sich die Menstruation am besten bildlich darstellen lässt. Sie entschieden sich für einen weißen Slip mit zwei roten Blutstropfen. Unicode, das für die Emoji-Standardisierung zuständige US-Konsortium, wählte für seine neue Liste allerdings eine dezentere Abbildung: Sie zeigt lediglich einen Blutstropfen, ohne klarzustellen, dass er die weibliche Monatsblutung symbolisiert.
Die Unicode-Liste enthält auch zahlreiche neue Emojis, die für die menschliche Vielfalt stehen. Dazu zählen Symbole für verschiedene Behinderungen wie etwa Rollstühle, Blindenhunde, Prothesen, Hörgeräte oder Menschen an Gehhilfen.
Das neue Zeichen-Set soll Anfang März für die Entwickler veröffentlicht werden. Vom April an dürften dann nach und nach Updates für Betriebssysteme und Apps kommen, durch die schließlich die neuen Emojis auf die Endgeräte kommen, berichtet „Emojipedia.org“. afp/dpa