Vom virtuellen Museumsrundgang bis hin zu Tipps für Bücher oder Videospiele: Das ZDF hat auf seiner Mediathek ein neues Kulturangebot eingerichtet. Neben TV-Sendungen, die dort noch einmal angesehen werden können, bietet der Sender jetzt auch eigene Internetformate zu verschiedenen Kulturthemen an.
Nach eigenen Angaben arbeitet der Sender dafür mit 35 kulturellen Institutionen in Deutschland zusammen, darunter das Deutsche Literaturarchiv Marbach, das Städel Museum Frankfurt und die Berliner Staatsoper Unter den Linden. Geplant ist, weitere Partner einzubinden.
In einer „Digitalen Kunsthalle“ wird ein virtueller Rundgang angeboten, bei dem Gemälde oder Skulpturen angeschaut und Informationen dazu abgerufen werden können. Hier seien „weit verstreut ausgestellte Werke in Zukunft nur noch wenige Klicks voneinander entfernt“, hieß es vom ZDF. „Kunst aus Museen und privaten Sammlungen wird so für alle zugänglich.“ Zum Auftakt des neuen Kulturangebots wurden unter anderem Werke der Maler Lucas Cranach der Ältere und Lucas Cranach der Jüngere gezeigt, die nach Angaben des ZDF derzeit in den Depots der Klassik Stiftung Weimar lagern. Auch Interviews mit Schauspielern und Hintergründiges zu berühmten Kunstwerken sind über die neue Rubrikenseite ZDFkultur in der Mediathek abrufbar. So gibt es etwa eine Interviewreihe, in der die Schauspielerinnen Katja Riemann, Marie Bäumer und Nora Tschirner über Erfahrungen am Filmset sprechen.
„Mit dem Bereich ZDFkultur übersetzen wir den Bildungs- und Kulturauftrag in die digitale Welt“, so Programmdirektor Norbert Himmler. Es gehöre zum Auftrag als nationaler Sender, „die gemeinschafts- und sinnstiftenden Aspekte von Kultur zeitgemäß zu vermitteln“.
Unter dem Namen ZDFkultur hatte der Sender einige Jahre lang einen Digitalkanal gesendet, der aber 2016 aus finanziellen Gründen eingestellt wurde. Zugleich startete damals das neue multimediale Angebot „funk“ für Jugendliche. dpa