„Das bleibt für immer“

von Redaktion

INTERVIEW Florian Silbereisen über Roland Kaiser, das „Traumschiff“ und Helene Fischer

„Alle singen Kaiser“ heißt es bei Florian Silbereisen am Samstag um 20.15 Uhr im Ersten. Sein Schlagerfest steht ganz im Zeichen von Roland Kaiser. Wir sprachen mit dem 37-jährigen Moderator über seine Freundschaft zu dem Sänger, seine Rolle auf dem „Traumschiff“ und über die Trennung von Helene Fischer.

Sie widmen Roland Kaiser eine ganze Sendung. Wie gut kennen Sie sich?

Roland und ich haben eine ganz besondere Verbindung. Wir treffen uns zwar meistens nur bei Shows und auf der Bühne, aber trotzdem weiß ich, dass ich ihn immer anrufen kann und er sofort da wäre, wenn es mal brennt. Umgekehrt ist das genauso, was will man noch mehr?

Was schätzen Sie an ihm?

Roland ist ein Gentleman der alten Schule und zugleich nie stehengeblieben. Mehrere Generationen kreischen bei ihm – und das mit 66 Jahren. Er ist einfach ein cooler Typ! Absolut loyal, verlässlich, von Grund auf ehrlich – und er sagt, was er denkt. Er ist der Kaiser, und ich bin stolz, dass ich seine Handynummer habe!

Was macht die Faszination einer Live-Sendung wie „Das Schlagerfest“ für Sie aus?

Es macht einfach richtig Spaß, mit den Zuschauern gemeinsam zu singen und den Schlager zu feiern – in all seinen Facetten. Und deshalb freue ich mich auf diese Show ganz besonders. Stars von Andrea Berg bis Oli P., von Annett Louisan bis Ben Zucker singen nicht nur ihre eigenen aktuellen und großen Hits. Sie singen auch die größten Roland-Kaiser-Hits – in ihrem ganz eigenen Stil! Auch David Garrett hat für uns extra seine Tourneevorbereitungen unterbrochen. Er wird einen der größten Titel von Roland Kaiser auf seine Art interpretieren.

Sind Sie vor so einer Live-Sendung noch aufgeregt oder stellt sich mit den Jahren Routine ein?

Bei einer Live-Sendung herrscht im ganzen Team und natürlich auch bei mir eine ganz andere Anspannung, aber auch Vorfreude. Da gibt es keine Möglichkeiten für Korrekturen im Nachhinein. Da muss jeder Handgriff sitzen, da muss die Dramaturgie von Anfang bis zum Ende stimmen. Das ist noch mal eine ganz andere Herausforderung. Aber so weiß der Zuschauer, dass er eins zu eins dabei ist. Auch, wenn mal eine Panne passieren sollte.

Sie haben zuletzt anderweitig für Schlagzeilen gesorgt, zum Beispiel als neuer Kapitän auf dem ZDF-„Traumschiff“. Steigt Ihre Vorfreude oder steigt die Angst?

Ich verstehe, dass Schauspieler irritiert sind und zweifeln, da ich ja kein Schauspieler bin. Aber es hat immer wieder Entertainer wie Peter Alexander, Rudi Carrell, Roy Black oder Thomas Gottschalk gegeben, die in Filmen und Serien unterhalten haben. Der Kapitän ist für mich nicht nur eine Rolle. Für mich ist das „Traumschiff“ eine Herzensangelegenheit! Außerdem bin ich ja schon gewohnt, ohne Vorschusslorbeeren an den Start zu gehen. Vor meiner ersten Samstagabendshow war es genauso. Einige Kollegen haben laut gezweifelt und ihre Auftritte abgesagt. Aber das hat sich erfreulicherweise schnell geändert.

Allerdings! Jetzt stehen Sie total im Fokus. Mit ein bisschen Abstand – wie erleichtert sind Sie, dass die Trennung von Helene auf eine Art vonstatten gegangen ist, dass – zumindest öffentlich – keiner von Ihnen beiden Schaden genommen hat?

Es war keine einfache Zeit, da eine Trennung immer schmerzhaft und emotional ist. Aber uns beiden war wichtig, dass wir beste Freunde bleiben. Uns verbindet so viel, wir haben gemeinsam so viel erlebt, das bleibt für immer. Und natürlich haben wir weiterhin Kontakt. Vielleicht haben das die Leute auch gespürt. Natürlich wurde trotzdem von vielen jeden Tag spekuliert. Jede Frau, mit der ich irgendwann mal auf der Bühne stand, kam dafür in Frage. Es ist nicht immer leicht, sich davor zu schützen.

Haben Sie denn eine neue Partnerin?

Ich bin jetzt erst mal Single und überhaupt nicht auf der Suche.

Das Gespräch führte Stefanie Thyssen.

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