„Singen war immer unser Ding“

von Redaktion

Mimi und Josefin treten an diesem Sonntag beim Finale von „The Voice Kids“ an

VON STEFANIE THYSSEN

Lena lag am Boden, Stefanie hatte Tränen in den Augen, Mark stand auf dem Stuhl, und die Jungs von BossHoss hatten Gänsehaut. So wie Mimi (15) und Josefin (13) hat wohl noch kein Kandidat in der Geschichte von „The Voice Kids“ die Coaches und die Zuschauer gleichermaßen beeindruckt und begeistert. Über 16 Millionen Mal wurde ihre Version des Radiohead-Hits „Creep“ seitdem bei Youtube aufgerufen – und die Zahl steigt täglich weiter. Am Ostersonntag ab 20.15 Uhr steht nun das große Finale der Sat.1-Show an.

Klar, dass die beiden Schwestern vom Starnberger See, die kürzlich nach Augsburg gezogen sind, zu den absoluten Favoriten gehören. „Wir hatten bis jetzt schon eine super Zeit bei ,The Voice Kids‘. Es hat riesengoßen Spaß gemacht, wir haben so viele nette Menschen kennen gelernt, neue Freunde gefunden, und jetzt sind wir natürlich gespannt aufs Finale“, erzählen sie im Gespräch mit unserer Zeitung.

Hatten sie damit gerechnet, dass sie so abräumen würden? Nach den Blind Auditions ging es ja munter weiter mit den Knaller-Auftritten… „Nein, wir haben es gehofft, aber dass es so gut werden würde, damit hatten wir nicht gerechnet“, sagt Josi. Und Mimi fügt hinzu: „Allein dass sich alle vier Coaches umgedreht haben, war für uns eine große Überraschung.“ Aber so war es. Stefanie Kloß war die Erste, dann ging es Schlag auf Schlag. Entschieden haben sich die Schülerinnen der achten beziehungsweise zehnten Klasse einer Realschule schließlich für BossHoss. „Wir fanden alle Coaches sehr nett“, sagt Mimi. „Aber BossHoss machen unfassbar coole Musik. Und sie wissen, wie es ist, zu zweit aufzutreten. Das war uns, die wir ja auch unzertrennlich sind, das Wichtigste.“

Ihre Entscheidung haben sie nicht bereut. „Wir verstehen uns mit BossHoss sehr gut“, sagt Mimi. „Wenn die beiden unterwegs sind, halten wir Kontakt über Whatsapp. Und neulich waren wir bei ihrem Konzert in München.“ Hinter der Bühne gab’s ein gemeinsames Essen.

Woher kommt es, dass diese beiden noch dazu reizenden Mädels so musikalisch sind? Es wurde ihnen in die Wiege gelegt. Mama Helene ist Opernsängerin, Papa Philipp Professor an einer Musikhochschule und Dirigent sowie Instrumentalist. „Ich glaube, es ist seit unserer Geburt nicht ein Tag vergangen, an dem wir nicht gesungen haben“, lacht Mimi. „Wir sind damit aufgewachsen und haben uns schon als kleine Kinder fast jeden Tag besondere Outfits angezogen und für Mama und Papa gesungen. Das war immer unser Ding.“

Was sie am Sonntag im Finale singen werden, dürfen sie nicht verraten. „Wir haben ein Lied gefunden, das wir beide gut finden.“ Aufgeregt sind sie natürlich trotzdem. „Es ist schließlich live“, sagt Mimi. „Man kann peinliche Sachen nicht einfach so rausschneiden.“ Dass etwas Peinliches passiert – damit rechnet aber eigentlich keiner. Viel wahrscheinlicher ist, dass es wieder Tränen der Freude, Gänsehaut-Momente und Standing Ovations geben wird.

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