Die neue Pferdeflüsterin

von Redaktion

Interview mit Schauspielerin Klara Deutschmann über ihre Rolle in der ARD-Reihe „Reiterhof Wildenstein“

Tiere im TV kommen immer gut. Neben Hunden und Katzen ganz besonders Pferde. Jetzt dürfen die mächtigen Vierbeiner in zwei neuen ARD-Filmen (heute und am kommenden Freitag, jeweils 20.15 Uhr) kräftig durchs Bild traben. „Reiterhof Wildenstein“ heißt die Produktion, die bei Erfolg als Reihe ausgebaut werden soll. Wir sprachen mit Hauptdarstellerin Klara Deutschmann (30).

„Reiterhof Wildenstein“ ist Ihre erste eigene Reihe. Sind Sie eine Pferdenärrin?

Ich genieße es generell, mit Tieren zusammen zu sein. Da findet eine ganz andere Form der Kommunikation statt als unter Menschen. Ohne Worte, das ist klar. Aber eben noch auf sehr vielen anderen schönen Ebenen. Tiere spüren zum Beispiel Gefühle wie eine Unsicherheit oder Ängste sehr stark – und reagieren darauf. Das hat mich immer fasziniert und auf eine Art entschleunigt.

Erzählen Sie von Ihrer Rolle. Worum geht’s?

„Die Pferde von Wildenstein“ erzählt die Geschichte einer Familie, die es – da bleiben wir beim Thema – nicht gelernt hat, miteinander zu kommunizieren. Da sind so viele Dinge in der Vergangenheit schiefgelaufen, da wurde nichts angesprochen, nichts geklärt. Dabei hat sich dann so viel aufgestaut, dass die Familie nicht nur zerstritten ist, sondern eigentlich zerbrochen. Meine Figur, die Rike, hatte irgendwann genug davon und floh nach Amerika.

Als ihr Vater stirbt, kehrt sie zurück…

Ja, dann brechen die alten Konflikte wieder auf – und sie muss sich ihnen stellen. Da steckt natürlich viel drin für eine Reihe. Bisher haben wir zwei Filme abgedreht. Ich hoffe, dass wir weitermachen.

Sie haben den Beruf als Tochter von Heikko Deutschmann und Heike Falkenberg quasi in die Wiege gelegt bekommen.

Ja, das stimmt. Und unsere Eltern haben immer dafür plädiert, dass meine Schwester (die Schauspielerin Marthe Lola Deutschmann, Anm. d. Red.) und ich den Beruf über die Staatliche Schauspielschule erlernen, wenn wir ihn wirklich ausüben wollen. Es war immer klar: Bevor fürs Fernsehen gedreht wird, macht ihr die Schauspielschule.

Klingt streng.

Ich glaube, es war ihnen einfach wichtig, dass wir den Beruf von der Pike auf lernen und Handwerkszeug bekommen, auf das wir zurückgreifen können.

Das Gespräch führte Stefanie Thyssen.

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